EU-Entscheidung im Dezember

Innovationszentrum für Energiewirtschaft soll nach NRW

Ein Konsortium aus Energieforschern und Industriekonzernen aus Nordrhein-Westfalen bewirbt sich um das europäische Innovationszentrum für die Energiewirtschaft. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt in Brüssel eingereicht, wie das nordrhein-westfälische Forschungsministerium mitteilte.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Brüssel (ddp.djn/red) - Im Dezember entscheidet die EU über den Standtort der Anlage. Den Angaben zufolge soll das Innovationszentrum für Energiewirtschaft die europäische Energieforschung bündeln und in den zentralen Fragen wie Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit voranbringen. "Das ist eine der großen globalen Fragen unserer Zeit. Hier würden wir gerne die führende Rolle in Europa einnehmen", sagte Landesforschungsminister Andreas Pinkwart (FDP).

Auch kleine und mittlere Unternehmen sind mit eingebunden

Konsortialführer des Antrags ist Energy Hills, ein von Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern der Region Aachen-Jülich gegründeter Verein. Beteiligt sind Universität und Fachhochschule Aachen, das Forschungszentrum Jülich, die Universität Dortmund, drei Fraunhofer-Institute und das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie. Neben den Konzernen Bayer, E.ON und Thyssen-Krupp sind auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen eingebunden.

Internationale Partner

Das Innovationszentrum für die Energiewirtschaft ist eines von drei Teilen des neuen Europäischen Technologie-Instituts (EIT). Es soll mit einem Jahresbudget von 100 Millionen Euro im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen. Unterstützt wird der nordrhein-westfälische Antrag auch aus dem europäischen Ausland. Über 80 Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Ministerien aus zehn europäischen Ländern sind als Partner aufgeführt.

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