Innovationspark "Brennstoffzelle"

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Berliner Energieversorger Bewag hat heute ihren Innovationspark "Brennstoffzelle" auf dem Gelände des Heizwerkes Treptow in Betrieb genommen. Bei dem Berliner Brennstoffzellenprojekt handelt es sich um eine stationäre Anlage mit protonenleitender Membran, die sogenannte PEM-Technologie, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Mit einer installierten elektrischen Leistung von bis zu 250 Kilowatt und einer Wärmeleistung von etwa 230 Kilowatt ist diese Anlage die erste ihrer Art in Europa.


Brennstoffzellensysteme gelten heute in Fachkreisen allgemein als eine aussichtsreiche Technologie für die zukünftige Energieversorgung. Sie erreichen einen hohen Wirkungsgrad und arbeiten weitgehend emissionsfrei. So könnten Brennstoffzellen in Verbindung mit Photovoltaikanlagen und Elektrolyseuren - technische Einrichtungen zur Aufspaltung von Wasser in Wasser- und Sauerstoff - den Grundstock einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft bilden. Im Rahmen des Berliner Brennstoffzellenprojekts wird das Zusammenwirken dieser Bausteine schon heute demonstriert. "Unternehmen, die sich dem Neuen nicht in den Weg stellen, werden Erfolg auch auf dem liberalisierten Strommarkt haben. Weil wir das so sehen und weil wir Erfolg haben wollen, unterstützen wir die Brennstoffzellen-Technologie", erläuterte Prof. Dr. Dietmar Winje, Vorsitzender des Vorstandes der Bewag, das Engagement seines Unternehmens in diese zukunftweisende Technologie.


Die Demonstrationsanlage soll in einem mehrjährigen Probelauf Erkenntnisse über den wirtschaftlichen Einsatz dieser Technik bringen. Ziel ist es, frühzeitig Einsatzmöglichkeiten und Marktpotenziale der Brennstoffzelle für die dezentrale Energieversorgung zu erschließen. Die Anlage ist ein 1998 beschlossenes Gemeinschaftsprojekt der Bewag mit der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG, dem französischen Energieversorger Electricité de France, der PreussenElektra Aktiengesellschaft und der VEAG Vereinigte Energiewerke Aktiengesellschaft. Nach Abschluss des Messprogramms wird die Anlage noch etwa vier Jahre Strom und Wärme erzeugen. Die Investitionen für die Planung und Errichtung der Anlage betragen insgesamt 7,5 Millionen Mark. Das Projekt wird zu etwa 40 Prozent mit Fördermitteln der Europäischen Gemeinschaft finanziert.


Weitere Informationen unter www.innovation-brennstoffzelle.de.

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