Zukunftsweisend

Infonachmittag an der NaturPur-Biogasanlage

Im Rahmen der Europäischen Biomasse-Tage öffnet die NaturPur-Biogasgesellschaft Almenhof mbH am Donnerstag dieser Woche ihre Pforten: Von 14 bis 16 Uhr können Interessierte die Anlage in Erbach-Erbuch im Odenwald besichtigen. Freilich wird dabei das Funktionsprinzip der Anlage von einem Fachmann erklärt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Anlässlich der Europäischen Biomasse-Tage öffnet die NaturPur-Biogasgesellschaft Almenhof mbH, ein Tochterunternehmen der HEAG NaturPur AG (51 Prozent Anteil) sowie der Landwirtschaftlichen Betriebsgemeinschaft Erbuch (49 Prozent) am Donnerstag dieser Woche, 2. Oktober, von 14 bis 16 Uhr die Pforten ihrer Biogasanlage in Erbach-Erbuch/Odenwald. Alle Interessierten sind eingeladen, sich vor Ort über diese zukunftsweisende Art der Strom- und Wärmegewinnung zu informieren. Projektleiter Mathias Hermann von der HEAG NaturPur AG erklärt das Funktionsprinzip der Anlage und steht für Fragen zur Verfügung.

In der Biogasanlage auf dem Almenhof werden landwirtschaftliche Reststoffe wie Mist und Gülle zur Gewinnung von Strom und Wärme genutzt. Die Anlage ist nicht nur die erste Anlage ihrer Art im Odenwald, sondern auch eine der modernsten in ganz Deutschland. Über eine Datenfernabfrage kann die NaturPur AG von ihrem Darmstädter Firmensitz aus den Anlagenprozess überwachen und mit Hilfe modernster Messtechnik auch Gasanalysen durchführen. Somit besteht die Möglichkeit, von dezentraler Stelle bei einem Störungsfall einzugreifen und durch Auswertung der Messergebnisse den Anlagenprozess zu optimieren. Auch Hochschulen können so für Forschungszwecke mit eingebunden werden.

"Wir haben mit der Biogasanlage Almenhof viel Know-how gewonnen, das wir bei landwirtschaftlichen Folgeprojekten gut nutzen können", so Mathias Hermann. "Gerade in der Region Südhessen gibt es noch große Potenziale für die Nutzung nachwachsender Rohstoffe" Als Energieträger sind zum Beispiel auch Holz- und Pflanzenreste geeignet. Josef Werum, Vorstand der HEAG NaturPur AG, gibt zu bedenken: "Probleme gibt es momentan noch mit der Ökonomie solcher landwirtschaftlichen Anlagen. Die Vergütungssätze des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) müssen bei der anstehenden Novellierung Anfang 2004 korrigiert werden." Vertreter von Umweltverbänden und Parteien befürworten dies ebenfalls. Das Projekt NaturPur-Biogasanlage Almenhof habe dennoch umgesetzt werden können, da die HEAG NaturPur AG die Betreibergesellschaft mit Einnahmen aus dem Ökostromverkauf unterstütze.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Naturstrom

    EEG-Reform: Neue Regeln für Windenergie geplant

    Für die Windenergie wird es mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im kommenden Jahr Änderungen bei der Förderung geben. Ähnlich wie es bereits für den Sonnenstrom gilt, soll die Höhe der Förderung über Ausschreibungen festgelegt werden.

  • Hochspannungsleitung

    HEAG NaturPur ist Pionier der WWF-Initiative "Power Switch!"

    In der internationalen Initiative "PowerSwitch!" stellt die Umweltschutzorganisation WWF Pionierunternehmen vor, die sich auf vielfältige Art und Weise für eine zukunftsweisende Energieversorgung engagieren und zukunftsweisende Maßnahmen heute schon umsetzen. Darunter auch der Darmstädter Ökostromversorger Heag NaturPur AG.

  • Energieversorung

    Eckpunkte einer energiepolitischen Agenda 2020 der SPD

    Reinhard Schultz, Energieexperte der SPD-Bundestagsfraktion, hat sich mit Eckpunkten einer energiepolitischen Agenda 2020 der SPD an der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Energieversorgung beteiligt. Nachfolgend veröffentlichen wir diese unkommentiert in der ungekürzten Originalversion.

  • Strompreise

    Kritik an Clements Ökostrom-Plänen wird immer lauter

    Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hat in dieser Woche nicht nur den Monitoring-Bericht für den Strom- und Gasmarkt vorgelegt, sondern sich auch in einem Diskussionspapier zur Verkürzung der Windkraftvergütung und die Verringerung des Förderzeitraums ausgesprochen. Das ist bei Umwelt- und Windenergieverbänden, aber auch bei Teilen der Koalition auf Kritik gestoßen.

Top