Teuerungsrate

Inflation sinkt trotz gestiegener Energiepreise

Obwohl sich die Energiekosten immer noch auf einem sehr hohem Niveau befinden, hat sich erstmals seit acht Monaten im Mai der Anstieg der Verbraucherpreise wieder leicht abgeschwächt. Vor allem die Benzinpreise legten zu, aber auch Heizöl und Strom haben sich im Vorjahresvergleich verteuert.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (afp/red) - Nach einer Teuerungsrate von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat im April erreichte die Inflationsrate im Mai einen Wert von 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Statistiker bestätigten damit ihr vorläufiges Ergebnis für den vergangenen Monat. Im Vergleich zum April dieses Jahres blieben die Verbraucherpreise konstant.

Für den fortschreitenden Anstieg der Inflationsrate seien vor allem Preiserhöhungen für Energieprodukte verantwortlich, teilten die Statistiker mit. Verglichen mit Mai 2010 hätten sie sich im abgelaufenen Monat um 9,5 Prozent verteuert. Die Kraftstoff-Preise hätten dabei um 11,4 Prozent zugelegt. Haushaltsenergie - wie etwa leichtes Heizöl oder Strom - habe sich um 8,3 Prozent verteuert. Die Energiekosten herausgerechnet hätte die Teuerungsrate den Statistikern zufolge nur bei 1,4 Prozent gelegen.

Einen Rückgang der Inflationsrate hatte es zuletzt im August 2010 gegeben. Damals hatte die Teuerungsrate 1,0 erreicht, nach 1,2 Prozent im Juli. Ab September war der Preisindex schließlich kontinuierlich angestiegen und hatte im Februar erstmals die kritische Marke von zwei Prozent überschritten.

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