Statistik

Industrie und Private liefern mehr Strom ins Netz

Mit 58 Milliarden Kilowattstunden haben Industrie und privaten Erzeuger im letzten Jahr etwa 13 Prozent mehr Strom in die deutschen Netze der Stromwirtschaft eingespeist als im Jahr zuvor. Der Zuwachs resultiere vor allem aus Einspeisungen von erneuerbaren Energien, berichtete der VDEW.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Einspeisungen von Industrie und privaten Erzeugern in die deutschen Netze der Stromwirtschaft sind im vergangenen Jahr um knapp 13 Prozent auf etwa 58 Milliarden Kilowattstunden gestiegen. Dabei lag der Gesamtstromverbrauch der allgemeinen Versorgung bei 537,7 (2003: 533,7) Milliarden Kilowattstunden, wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Montag in Berlin meldete.

Der Gesamtanteil der Industrie und der privaten Erzeuger von nahezu elf Prozent an der Netzeinspeisung sei "ein Baustein der vielfältigen Erzeugungsstruktur in Deutschland".

Der Zuwachs resultiere vor allem aus Einspeisungen von erneuerbaren Energien, berichtete der VDEW. Die privaten Erzeuger steigerten ihre Lieferungen auf knapp 33 Milliarden Kilowattstunden. Im Jahr zuvor waren es knapp 25,8 Milliarden. Aus Industrieanlagen flossen 2004 gut 25 Milliarden Kilowattstunden in die Netze der Stromwirtschaft, etwas weniger als 2003.

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