Forschung

Indien plant Einstieg in Fusionsprojekt ITER

Indien strebt eine Beteiligung an der internationalen Fusionsanlage ITER an. Einen entsprechenden Antrag habe das Land in einem Schreiben an die Europäische Kommission gestellt, teilte das Max-Planck-Institut am Donnerstag in Greifswald mit. Die Forschungsanlage soll in Frankreich errichtet werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Neu Delhi/Greifswald (ddp-nrd/sm) - Demnach bietet Indien eine wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit und einen Beitrag zur Finanzierung des insgesamt 4,6 Milliarden Euro kostenden Forschungsvorhabens an.

Bei ITER handelt es sich um einen thermonuklearen Forschungsreaktor, in dem ähnlich wie auf der Sonnenoberfläche aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewonnen werden soll. Die Anlage soll im französischen Cardarache errichtet werden. Zu den Betreibern gehören bislang Europa, Japan, Russland, die USA, China und Südkorea.

Indien betreibt derzeit im Institute for Plasma Research (IPR) in Bhat die moderne Fusionsanlage SST 1, die als kleiner Vorgänger für ITER gilt. In Greifswald wird derzeit das Fusionsexperiment "Wendelstein 7X" errichtet, mit dem technische Verfahren für das erste Fusionsforschungskraftwerk getestet werden sollen.

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