Zusammenfassung

In dieser Woche erschienen: Verschiedene Studien zur Rohstoffversorgung

Drei Studien haben die Versorgung mit Rohstoffen untersucht: "Sicherheit der Rohstoffversorgung - eine politische Herausforderung?!" von Öko-Institut und DIW, "Rohstoffeinsatz in Deutschland - ein strukturprägender Faktor" vom EEFA-Institut und "Risiken bei Energierohstoffen" vom Institut für Energetik und Umwelt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/ (red) - In dieser Woche sind verschiedene Studien erschienen, die sich mit der Rohstoffversorgung beschäftigen. Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung.

Die von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Auftrag gegebene Studie "Sicherheit der Rohstoffversorgung - eine politische Herausforderung?!" von Dr. Felix Christian Matthes (Öko-Institut) und Dr. Hans-Joachim Ziesing (DIW) kommt zu dem Schluss, dass weniger die physische Erschöpfung der Ressourcen als vielmehr deren regionale Konzentration das Versorgungsrisiko erhöhe. Zudem können Kohle nur dann eine Zukunft haben, wenn die Kohlendioxid-Abtrennung kommerziell verfügbar sei.

Im Auftrag des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlebergbaus hat auch das Energy, Environment, Forecast Analysis (EEFA)-Institut, anhand ausgewählter Rohstoffe die Studie "Rohstoffeinsatz in Deutschland - ein strukturprägender Faktor" erstellt. Fazit: Ein wesentlicher Schritt zur Verringerung dieser Risiken ist es, neben anderen standortfreundlichen Rahmenbedingungen die langfristige Verfügbarkeit und den Zugriff auf die vorhandenen heimischen Rohstoffe sowie Verarbeitungskapazitäten zu sichern. Denn die Abhängigkeit von Rohstoffen, so die Studie, resultiert in Deutschland nicht nur aus den speziellen Eigenschaften der einzelnen Stoffe, sondern - anders als in anderen vergleichbaren Industrieländern - aus der besonderen Industriestruktur unserer Volkswirtschaft und ihren sektoralen Anforderungen.

Das Leipziger Institut für Energetik und Umwelt kommt in seiner Untersuchung "Risiken bei Energierohstoffen" zu dem Schluss, dass - bei moderater Förderung erneuerbarer Energien - die Importabhängigkeit Deutschlands von Energierohstoffen bis zum Jahr 2030 von 60 auf 75 Prozent ansteigen wird. Langfristig werde nur eine Kombination unterschiedlicher Energieträger die Versorgungssicherheit in Deutschland verbessern.

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