Alles im Griff

In Bayern: Hochwasser erschwerte Energieversorgung

Zwar beherrscht die dramatische Lage im Südosten der USA die Nachrichten, aber auch Bayern und Österreich hatten Mitte August mit einem schweren Hochwasser zu kämpfen. Die bayrischen Stromversorger hatten die Lage jedoch weitgehend im Griff, bilanzierte heute der VBEW.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Bayerns Energieversorgungsunternehmen (EVU) konnten die Stromversorgung während des Hochwassers im August in den meisten Landkreisen aufrechterhalten, berichtete heute Dr. Christoph Prael, Geschäftsführer des Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft e.V. (VBEW). Das sei insbesondere für den Einsatz von Pumpen wichtig gewesen, mit denen Hilfskräfte die Wassermassen bekämpften.

Dem Hochwasser zu trotzen sei keine leichte Aufgabe für die Mitarbeiter bei Bayerns Versorgungsunternehmen gewesen, führte Prael aus. "Die sichere Energieversorgung ist aber gerade in solchen Situationen enorm wichtig, denn viele Pumpen und Geräte sind auf Elektrizität angewiesen". Aus Sicherheitsgründen musste die E.ON Bayern AG in manchen Landkreisen, zum Beispiel Rosenheim, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau, Transformatoren abschalten. Viele Entstörungstrupps konnten dort nur mit Unterstützung der Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und des Technischen Hilfswerkes zum Einsatzort gelangen.

"Wir haben aus dem Pfingsthochwasser 1999 gelernt und die Versorgungssicherheit bei Hochwasser verbessern können", ergänzte Florian Graschberger, zuständig für den Netzbetrieb im Kraftwerk Farchant.

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