Statistik

Importpreise steigen auch im Juni

Die Statistiker vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden haben im Juni 2005 die höchste Jahresteuerungsrate seit Februar 2001 ausgemacht: Der Index der Einfuhrpreise lag um 4,4 Prozent über dem Vorjahresstand. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag der Wert um 1,2 Prozent höher als im Vorjahr.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Juni 2005 um 4,4 Prozent über dem Vorjahresstand. Dies sei die höchste Jahresteuerungsrate seit Februar 2001, teilten die Statistiker weiter mit. Im Mai beziehungsweise im April 2005 hatten die Jahresveränderungsraten plus 2,2 beziehungsweise plus 3,3 Prozent betragen. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse war im Juni 2005 um 1,2 Prozent höher als im Vorjahr.

Gegenüber Mai 2005 stieg der Einfuhrpreisindex um 1,6 Prozent. Die Preise für die Einfuhr von rohem Erdöl stiegen um 15,1 Prozent, nachdem sie im Mai noch um 4,8 Prozent gefallen waren. Dasselbe gilt für die Preisentwicklung bei eingeführten Mineralölerzeugnissen, darunter insbesondere für die Einfuhren von Dieselkraftstoff und leichtem Heizöl (plus 17,5 Prozent). Dagegen fielen die Preise für die Einfuhr von Tomaten saisonbedingt um 30,9 Prozent.

Starke Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Juni 2005 unter anderem bei folgenden Importgütern: Eisenerze, Rohkaffee, rohes Erdöl, Mineralölerzeugnisse und Erdgas (plus 36,5 Prozent). Billiger als vor einem Jahr waren dagegen unter anderem Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen sowie Rindfleisch.

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