Im Ziel der Monopolisten - KaWatt wehrt sich

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
"Leider scheinen die Ex-Monopolisten kein anderes Mittel mehr gegen Neu-Anbieter zu finden als sie ungerechtfertigterweise zur Diskreditierung mit Klagen zu überziehen", beschwert sich Robert-H. Kyrion, Vorstandsvorsitzender des Kölner Energieversorgers KaWatt AG. Er hat das Gefühl, als wäre sein Unternehmen wegen des Engagements für eine echte Liberalisierung und für einen fairen Wettbewerb im Strommarkt von den ehemaligen Monopolisten zum Feindbild auserkoren worden. "Durch den FEDV und unseren Sitz im AFM+E geraten wir natürlich in den Blickpunkt der Öffentlichkeit - und ins Visier der Monopolisten, die uns auf jede erdenkliche Art und Weise ausbooten wollen", so Kyrion weiter.


Als neustes Beispiel führt der Unternehmer die Schweizer Watt AG an, die der KaWatt nun wiederholt den Namen streitig machen will. War es 1999 im ersten Versuch noch die Forderung den Namen KaWatt in eine Buchstabenfolge "kawat" umzuwandeln, so ist es akut der Wille mit Fristsetzung, das W ab sofort klein zu schreiben, um eine deutlichere Abgrenzung herbeizuführen. "Die Tochter der Watt AG, die Watt Deutschland GmbH, ist ein Verbandskollege von uns im AFM+E und hat bis dato keinerlei entsprechende Ansprüche angemeldet", wundert sich Kyrion. Wie es der Watt AG eigenem Bekunden nach allerdings gelungen ist, den Namen "Watt" im Januar 2001 beim deutschen Patentamt als Marke eintragen zu lassen, bleibt unerklärlich - der Name KaWatt wurde bereits im Frühjahr 1999 beim gleichen Amt als Marke eingetragen. Kyrion's Fazit: "Bleibt abzuwarten, ob alles beim alten bleibt. Die Großen gewinnen durch ihr Geld - oder diesmal nicht - denn als Kleiner Recht haben und auch Recht bekommen, sind offenbar zwei völlig unterschiedliche Dinge."


Von der Liberalisierung ist Kyrion schwer enttäuscht, wirbt aber mit einer neuen Idee: "Durch die Erfahrungen seit Beginn der theoretischen Liberalisierung 1998, welche durch die Blockadepolitik der Neu-Monopolisten und durch die wirtschaftlich unvertretbare Haltung der verantwortlichen Politiker leider in der Praxis nie ernsthaft umgesetzt werden konnte, erwägen wir zusätzlich zum Betriebsergebnis zur zukünftigen Finanzierung inzwischen sehr ernsthaft, einen erheblichen Unternehmensanteil frei verkäuflich zu machen - und zwar in der Hauptsache an Privatpersonen oder Kleingewerbetreibende, welche die Liberalisierung aktiv weiter fördern wollen. Damit es wirklich ein Erfolg werden kann und der Preis kein Kaufhemmnis wird, beabsichtigen wir, den Kaufpreis je Aktie für Privatkunden nicht über fünf Euro zu setzen. Großinvestoren sind nur erwünscht, wenn sie sich deutlich von Monopolisten distanzieren. Wir werden uns nicht den Spekulanten oder irgendwelchen Analystenurteilen an übersensiblen Wachstumsbörsen aussetzen. Ohne inländischen Wettbewerb gibt es wieder steigende Strompreise", fordert Kyrion alle Interessenten auf. Zeichnungs- und Unterstützungswillige können sich formlos mit Angaben zum Zuteilungswunsch schriftlich an die KaWatt AG, Wezelostrasse 29 in 50765 Köln wenden oder sich entsprechend per Mail unter info@kawatt.com melden.

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