Studie

Im Schnitt zwölf Heizstrom-Anbieter pro PLZ

Auch beim Heizstrom muss man sich die horrenden Preise mancher Energieversorger nicht gefallen lassen. Wie das Verbraucherportal Verivox ermittelte, gibt es pro Postleitzahl im Schnitt zwölf Versorger für Speicherheizungen. Mit einem Wechsel des Stromanbieters könnten über 250 Euro im Jahr gespart werden.

Strompreise© Zar / Fotolia.com

Heidelberg (red) - Verbraucher, die Heizstrom nutzen, können zwischen immer mehr Anbietern wählen und dabei jährlich über 250 Euro sparen. Das hat eine Analyse des unabhängigen Verbraucherportals Verivox ergeben. Waren Heizstromkunden bis vor wenigen Jahren an ihren örtlichen Versorger und dessen Preise gebunden, hat sich der Wettbewerb zuletzt deutlich weiterentwickelt.

Im Schnitt zwölf Anbieter pro PLZ

In vielen Regionen können Kunden mittlerweile aus einer zweistelligen Anzahl von Anbietern auswählen – in der Spitze sind es je nach Art der Wärmeerzeugung und des Stromzählers bis zu 28. Im Durchschnitt bieten pro Postleitzahlgebiet aktuell zwölf Versorger Tarife für Speicherheizungen an. Angebote für Wärmepumpen gibt es im Schnitt von zehn Anbietern, berichtet Verivox.

"Derzeit beobachten wir, dass immer mehr namhafte Versorger in den bundesweiten Heizstrommarkt eintreten oder den Markteintritt konkret prüfen", sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. "Für Verbraucher ist das eine gute Nachricht. Sie können durch den Wechsel des Heizstromanbieters viel Geld sparen."

Anbieterwechsel bringt im Schnitt 273 Euro im Jahr

Nachtspeicherheizungen sind vor allem in älteren Gebäuden zu finden. Sie werden in den Nachtstunden aufgeladen und geben die gespeicherte Wärme tagsüber wieder ab. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 12.000 kWh bezahlt beim örtlichen Grundversorger aktuell durchschnittlich 2.435 Euro pro Jahr. Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann die Haushaltskasse im Schnitt um 273 Euro entlasten.

Wärmepumpen werden beliebter

Deutliche Zuwächse gibt es beim Einsatz von Wärmepumpen. In jedem dritten neu gebauten Ein- oder Zweifamilienhaus wird eine Wärmepumpe installiert. Sie macht Umweltenergie für die Heizung nutzbar, verbraucht selbst aber Strom. Ein Musterhaushalt benötigt durchschnittlich 7.500 kWh und zahlt dafür beim Grundversorger im Bundesdurchschnitt 1.729 Euro. Verbraucher, die den Anbieter wechseln, können eine durchschnittliche Einsparung von 258 Euro pro Jahr erzielen.

Wechsel stärkt den Wettbewerb

In Deutschland heizen knapp zwei Millionen Haushalte mit Strom. 2012 wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur noch 98 Prozent der mit Heizstrom versorgten Haushalte vom örtlichen Grundversorger beliefert. "Wir gehen davon aus, dass sich das jährliche Wechselaufkommen durch den Start des Verivox-Heizstromvergleichs vor einem Jahr in etwa verdoppelt hat", erklärt Jan Lengerke.

Mit dem Heizstromvergleich von Verivox finden Verbraucher mit nur wenigen Angaben den passenden Tarif und können den Wechsel beauftragen. Um den Rest, einschließlich der Kündigung beim bisherigen Versorger, kümmert sich der neue Anbieter.

Weitere Informationen zum Thema Heizstrom, Nachtspeicherheizung und Wärmepumpen bieten wir hier.

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