"Wichtiges Bekenntnis zur Solarindustrie"

Im kommenden Jahr gibt's 400 Millionen Mark für Solaranlagen

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat gestern die angedachten Kürzungsplane von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller "kassiert" - und zugleich die staatliche Förderung erhöht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die staatliche Förderung für Solarwärmeanlagen wird auf rund 400 Millionen Mark im Jahr 2002 erhöht - das beschloss am gestrigen Nachmittag der Haushaltsausschuss des Bundestages. Damit sind die Kürzungspläne von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller vom Tisch. Müller hatte im Sommer eine Reduzierung der Solaranlagenförderung von 300 auf 180 Millionen Mark angekündigt und dadurch einen Proteststurm bei Parlamentariern und Verbänden ausgelöst. Auch die Kürzungspläne im Bereich der Solarforschung wurden aus dem Haushaltsentwurf entfernt.

"Die Aufstockung der Fördertöpfe ist ein wichtiges Bekenntnis der Politik zum Ausbau der deutschen Solarindustrie", freut sich Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS). Die Entscheidung der Haushälter schaffe einen Anreiz für Investitionen in Milliardenhöhe; die Gefahr eines Förderstopps aufgrund leerer Kassen sei damit gebannt. Nach der Bekanntgabe von Müllers Kürzungsplänen im Frühsommer diesen Jahres hatten namhafte Solarunternehmen geplante Investitionen zunächst zurückgestellt. Die Nachfrage brach zeitweise um bis zu 40 Prozent ein.

Nun ist die Solarwirtschaft zuversichtlich, an den Wachstumserfolgen des Frühjahrs wieder anknüpfen zu können. Für dieses Jahr rechnet die Branche mit der Installation von bis zu 900.000 Quadratmeter Kollektorfläche und Umsätzen von über 1,3 Milliarden Mark. Dies entspricht einem Marktwachstum von über 30 Prozent.

Solarwärme-Anlagen werden derzeit vom Bundesamt für Wirtschaft (BAFA) mit 170 Mark je Quadratmeter Kollektorfläche gefördert.

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