Umwelt- und Energietechnologien

Im Fokus: Energie-Kooperationen mit Polen und Russland

Nordrhein-Westfalen und Polen wollen ihre Zusammenarbeit bei modernen Umwelttechnologien ausbauen. Auch die Bundesregierung streckt ihre Fühler nach Osteuropa aus; Wirtschaftsminister Brüderle trifft sich mit dem Vorstandschef des russischen Energieriesen Gazprom.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf/Berlin (ddp/red) - Bundeswirtschaftsminister Brüderle ist am Donnerstag nach Moskau gereist. Bei seinem zweitägigen Besuch will er Gespräche mit Vertretern der russischen Regierung sowie mit dem Vorstandschef des Energiekonzerns Gazprom, Miller, führen. Thema sei unter anderem der Ausbau der Kooperation in den Bereichen Energie, Industrie sowie ITK-Technologien.

Am Donnerstag war NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mit dem stellvertretenden polnischen Regierungschef und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak in Düsseldorf zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der rund einstündigen Unterredung standen Fragen der künftigen Energieversorgung. Moderne Umwelttechnologien sollen dabei zu einem Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit Polen werden. Zudem soll der Dialog zwischen beiden Ländern durch einen stärkeren Austausch gefördert werden.

Saubere Kohletechnologien zur CO2-Reduzierung sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien spielen in Polen ebenso wie in Nordrhein-Westfalen eine große Rolle. Deshalb soll ein Schwerpunkt bei der künftigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der Entwicklung moderner Umwelttechnologien liegen.

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