Gebäudesanierung

IG Bau und DNR fordern Kampf gegen "Energieverschleuderer"

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, hat der Chef der IG Bau, Klaus Wiesehügel, eine bessere Aufklärung über die Vorteile energetischer Gebäudesanierung gefordert. Derzeit seien 80 Prozent der deutschen Wohnungen "Energieverschleuderer".

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel fordert eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über die Vorteile erneuerbarer Energien. Beratung fördere auch die Bereitschaft zur energetischen Gebäudesanierung, welche die große Koalition verstärkt fördern wolle, sagte Wiesehügel am Mittwoch in Berlin.

Der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, kündigte für das kommende Jahr den Start einer Energieeffizienz-Kampagne an, an der sich neben dem DNR und der IG Bau ein breites Bündnis an Partnern beteiligen werde. Wiesehügel und Weinzierl begrüßten das Vorhaben der neuen Regierung, die energetische Sanierung von Gebäuden mit mindestens 1,5 Milliarden Euro zu fördern.

Der IG-Bau-Chef mahnte aber noch erhebliche Anstrengungen an. So seien derzeit 80 Prozent der bundesweit 39 Millionen Wohnungen "Energieverschleuderer". Die Sanierungsrate müsse von derzeit 200 000 Wohnungen oder 0,5 des Bestands auf mindestens fünf Prozent jährlich gesteigert werden. So könne der Zeitrahmen für die Gesamtsanierung von 200 auf 20 Jahren gesenkt werden, sagte Wiesehügel.

Top