Nachklapp

IETA-Präsident fordert Konsequenzen aus Phishing-Attacke

Die europaweite Phishing-Attacke auf den Handel mit Emissionsrechten Ende Januar könnte sogar das Aus für das komplette Handelssystem bedeuten. Das jedenfalls befürchtet der Präsident des Branchenverbands - sofern nicht schnell und konsequent gegengesteuert werde.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Wie das Wirtschaftsmagazin "impulse" in seiner Ausgabe 3/2010 berichtet, befürchtet der Präsident des Branchenverbands International Emissions Trading Association (IETA) Henry Derwent, dass dieser Vorfall den Kritikern, die das System des EU-Emissionshandels juristisch zu Fall bringen wollen, die nötige Munition liefere.

Dem Magazin gegenüber fordert Derwent deshalb auch ein schnelles Eingreifen: "Grundlegende Sicherheitsvorkehrungen, Identitätskontrollen und eine aktive Regulierung, die in anderen Märkten üblich sind zur Verhinderung von Kriminalität, könnten die Probleme auf einen Schlag lösen."

Die für die Abwicklung des Emissionshandels zuständige Deutsche Emissionshandelsstelle in Berlin lehnt jede Verantwortung für den Schaden durch die Internet-Attacke ab. Schließlich könnten die rund 2000 deutschen Teilnehmer am Rechtehandel selbst für mehr Sicherheit sorgen.

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