Bis 2012

ICF Consulting prognostiziert moderate Kohlendioxid-Preisschwankungen

ICF Consulting hat in dieser Woche auf der Carbon Expo 2005 den Report "The Price of Carbon in 2008-2012: Scenarios for Investment Appraisal" vorgestellt. Damit will das Beratungsunternehmen eine verlässliche Einschätzung des Kohlendioxidpreises geben und die Finanzierungsanforderungen für Kraftwerksplanung unterstützen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

London (red) - Zu Beginn des EU-Emissionshandels schwankten die Preise für EU Allowances (EUA) laut Studie beachtlich. Die Preise lagen zwischen 6 Euro pro Tonne und 18 Euro pro Tonne Kohlendioxid. "Es gibt Kommentatoren, die den EUA-Preis für die erste Kyoto-Periode schon jenseits der 25 Euro pro Tonne sehen. Unsere Analyse der Situation fallen moderater aus. Wir glauben, dass es sich hierbei lediglich um ein Krisenszenario handelt", kommentierte Abyd Karmali, ICF Consulting Senior Vice President.

"Wir haben verschiedene Szenarien unter die Lupe genommen, die alternativen Sichtweisen auf Brennstoffpreise, die implizierten Emissionsrabatte im europäischen Energieerzeugersektor, die Einführung in die Kohlendioxid-Märkte mit überzähligen AAUs (Assigned Amount Units) aus Osteuropa, der Ukraine und Russland, sowie einen Zeitplan zur Lieferung eines projektbasierten CDM (Clean Development Mechanism) und von Joint Implementation (JI) Kohlendioxid-Krediten wiedergeben. In keinem der Szenarien überschreitet der Preis die 20 Euro pro Tonne-Marke. Unser Basisszenario lässt einen deutlich geringeren Gleichgewichtspreis bei schmalerer Bandbreite bei der Preisvolatilität erwarten, als das, was wir bisher erlebt haben", so Karmali weiter.

"Wir glauben, dass diese Nischengeschäfte für Energieerzeuger deutliche Wertschöpfung nach sich ziehen werden und sich mehr und mehr in ganz Europa durchsetzen werden. Das entspricht der Tatsache, dass sich die Energieerzeugermärkte in den verschiedenen Ländern deutlich voneinander unterscheiden. Auch ist der Einfluss der Kohlendioxid-Preise stark unterschiedlich, sodass die Massnahmen eines Energieerzeuger in dem einen Land in den Nachbarländern zu Preisschwankungen führen könnten. Dann ist es auf jeden Fall von Vorteil, der erste zu sein", ergänzte Kim Keats Martinez, Managing Consultant im Londoner Büro von ICF Consulting.

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