Naturgerechte Architektur

Hundertwasser-Projekt in Wülfrath wird per Contracting versorgt

Beim Contracting wird eine moderne, effiziente Energieversorgungsanlage von einem externen Unternehmen als Contractor finanziert, gewartet und betrieben. Der Contractor verkauft die gewonnene Energie an den Gebäudeeigentümer. Der Erdgas-Brennwertkessel, der Wohnungen mit effizient erzeugter Wärme versorgt, hat eine Leistung von 200 Kilowatt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

In Wülfrath wurde der letzte architektonische Entwurf von Friedensreich Hundertwasser in die Tat umgesetzt. Die Energieversorgung für die 35 Wohneinheiten wird jetzt per Contracting-Vertrag finanziert. Die Energieagentur NRW stand dabei Pate.

Eine menschen- und naturgerechtere Architektur hatte sich Friedensreich Hundertwasser gewünscht. Ganz im Sinne des Meisters hatte der Architekt Heinz Springmann das "Düsseler Tor" in Wülfrath geplant. Neben dem landauf, landab berühmten Kindergarten mit seinem goldenen Zwiebeltürmchen, der von Hundertwasser noch persönlich entworfen wurde, gekrönt wird, gehören zu der Anlage aber auch Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Mit den Häusern entstand der Contracting-Vertrag für die Wärmeversorgung, und jetzt steht der wohligen Wärme in den 35 Wohneinheiten am Düsseler Tor in Wülfrath nichts mehr im Wege. Seit diesem Jahr wird der erste Bauabschnitt der Hunderwasser-Siedlung der GWG Wülfrath durch eine Erdgas-Brennwert-Anlage mit Heizwärme versorgt. Contracting-Partner ist die Essener NGT Neue Gebäudetechnik GmbH.

Der Erdgas-Brennwertkessel, der Wohnungen mit effizient erzeugter Wärme versorgt, hat eine Leistung von 200 Kilowatt. Beim Contracting wird eine moderne, effiziente Energieversorgungsanlage von einem externen Unternehmen als Contractor finanziert, gewartet und betrieben. Der Contractor verkauft die gewonnene Energie an den Gebäudeeigentümer, der die Finanzierung und Wartung der Energiezentrale trägt. "Contracting rechnet sich für beide Seiten. Durch den Verkauf von Strom oder Wärme lassen sich die Aufwendungen des Contractors decken und der Gebäudeeigentümer zahlt durch den Einsatz moderner Technik jährlich weniger für Wärme oder Strom", erläutert Christian Tögel von der Energieagentur NRW.

Nach späterer Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes, der aus einem Tagungshotel sowie einem Museum bestehen soll, wird eine Biogas-KWK-Anlage auch den Großteil der Versorgung der Mehrfamilien- und Reihenhäuser übernehmen. Die Erdgas-Brennwert-Anlage soll dann nur noch als Reserve oder zur Deckung von Spitzenlasten arbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Smart Meter

    Stromspiegel entlarvt Energiefresser-Haushalte

    Der aktuelle Stromspiegel macht es Verbrauchern besonders leicht, den eigenen Stromverbrauch zu bewerten. Demnach liegt beispielsweise der durchschnittliche Verbrauch eines Dreipersonenhaushaltes in einer Wohnung bei 2.600 kWh Strom im Jahr. Sparsame Haushalte benötigen nur 1.700 kWh und sparen damit rund 260 Euro.

  • Stromnetz Ausbau

    Netzagentur: So viele Anbieterwechsel wie noch nie

    2010 ist die Zahl der Strom- und Gasanbieterwechsel deutlich gestiegen, wie der Monitoringbericht der Bundesnetzagentur verrät. Noch nie haben so viele Verbraucher ihren Energieversorger gewechselt. Damit reagieren Energiekunden wohl auch auf die stetig steigenden Kosten für Strom und Gas.

  • Strom sparen

    Brennstoffzelle für die Hausenergieversorgung: Innovation sucht Hausbesitzer

    Um die innovative Energieerzeugungsart mittels der Brennstoffzelle weiter zu testen, sucht die EnBW interessierte Hausbesitzer, die ihr Haus mit einer solchen Anlage ausstatten wollen. Technische und finanzielle Risiken entstehen nicht.

  • Stromnetz Ausbau

    Fachkongress: Löst die Brennstoffzelle eine Revolution im Energiemarkt aus?

    Kürzlich trafen sich Experten in Hannover zu einem Fachkongress zum Thema Brennstoffzelle. Ergebnis: Dieser Energieerzeugungsart kann ein beträchtliches Zukunftspotenzial eingeräumt werden.

  • Strom sparen

    ASUE: Strom ist zu wertvoll zum Heizen

    Umweltschonendes Heizen fängt mit der Wahl des Energieträgers an: Strom als Sekundärenergie ist dabei teurer als Öl oder Gas.

Top