Bilanz 2004

HSE legt gute Zahlen vor

Die Gesamtleistung des HSE-Konzerns betrug im vergangenen Geschäftsjahr 950 Millionen Euro. Beim Strom stieg der Umsatz 2004 um knapp zwei Prozent auf etwa 436 Millionen Euro. Insgesamt sieht sich der Versorger für die Anforderungen des neuen EnWG gut gerüstet und bietet anderen Unternehmen Hilfe an.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Darmstadt (red) - Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE AG) weist für das Geschäftsjahr 2004 zufriedenstellende Geschäftszahlen aus. Kurz vor Inkrafttreten des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) stellten Vorstandsvorsitzender Albert Filbert sowie seine Vorstandskollegen Holger Mayer und Dr. Ulrich Wawrzik auf der Bilanzpressekonferenz den Jahresabschluss des HSE-Konzerns vor.

"Mit dem neuen EnWG werden die Weichen für die Energiewirtschaft völlig neu gestellt. Viele der kleinen Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen (EVU) werden den zu erwartenden Kostendruck nur schwer bewältigen können. Hier sieht sich die HSE als natürlicher Partner für Kooperationen und Allianzen in der Region", erläuterte Albert Filbert. Der Kostendruck führt seiner Ansicht nach zu einer weiteren Konzentration auf dem Energiemarkt. "Damit es im Bereich der Energieverteilung und des Energievertriebs nicht zu einer ähnlichen Oligopolbildung wie bei der Energieerzeugung kommt, braucht man starke, eigenständige und regional verankerte Unternehmen wie die HSE", erläuterte Albert Filbert.

Die Gesamtleistung des HSE-Konzerns betrug im vergangenen Geschäftsjahr 950 Millionen Euro nach 968 Millionen Euro im Vorjahr. Der leichte Rückgang ergibt sich laut Finanzvorstand Holger Mayer vor allem durch eine Preissenkung beim Erdgas von knapp vier Prozent im Januar 2004. Trotz eines gestiegenen Erdgasabsatzes gingen die Umsatzerlöse in diesem Bereich um 2,5 Prozent auf 356 Millionen Euro (2003: 365 Millionen Euro) zurück. Beim Strom stieg der Umsatz 2004 um knapp zwei Prozent auf etwa 436 Millionen Euro (2003: 428 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beläuft sich damit auf 125 Millionen Euro. Für 2004 erfolgt an die Aktionäre eine Ausschüttung von 50 Cent je Aktie gegenüber 48 Cent im Vorjahr.

So sieht Albert Filbert den HSE-Konzern denn auch nach Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes gut gerüstet. "Wir erfüllen heute schon die Anforderungen des so genannten Unbundling, d.h. die Trennung von Netzbetrieb und Energievertrieb." Mit Hinblick auf die Energiepreisdiskussion warnte er jedoch vor übertriebenen Erwartungen: "Die politische Diskussion um die Energiepreise fokussiert sich momentan mit der Einführung der Regulierung nur auf die Netzkosten."

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