DUH-Klage

Hornbach will Quecksilber-Grenzwerte zukünftig einhalten

Hornbach will zukünftig den Verkauf von Energiesparlampen mit mehr als 5 Milligramm Quecksilber unterlassen. Dieses Zugeständnis bezieht sich nicht nur auf die Eigenmarke von Hornbach, sondern auf alle Energiesparlampen, die von der Baumarktkette vertrieben werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Hornbach-Baumarkt AG verpflichtet sich, zukünftig nur Energiesparlampen zu verkaufen, welche die geltenden Grenzwerte für Quecksilber nicht überschreiten. Das geht aus einem am Freitagnachmittag an die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) geschickten Schreiben hervor. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung einer DUH-Pressemitteilung hatten die Rechtsanwälte von Hornbach die Umweltorganisation darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie den durch die DUH vor dem Landgericht Landau geltend gemachten Anspruch auf Unterlassung des Verkaufes von hoch belasteten Energiesparlampen in vollem Umfang anerkennen.

Folgen des Anerkenntnisurteils

Hornbach wird nun im Wege eines Anerkenntnisurteils verpflichtet, nur noch Energiesparlampen zu verkaufen, die den Grenzwert für Quecksilber einhalten. Im Falle eines Verstoßes drohen hohe Ordnungsgelder von bis zu 250.000 Euro. Als Baumarktkette nimmt sich Hornbach damit selbst in die Pflicht und erklärt sich zu einem verantwortungsbewussten Verhalten im Interesse des Verbrauchers bereit. Weitere Quecksilber-Untersuchungen von Energiesparlampen werden angekündigt.

Hintergrund der Auseinandersetzung

Hintergrund der Auseinandersetzung waren stark erhöhte Quecksilberwerte in Energiesparlampen, die bei Hornbach erworben worden waren. In Laboranalysen von Lampen der Hornbach-Eigenmarke Flair Energy konnten in allen Fällen Grenzwertüberschreitungen der giftigen Substanz festgestellt werden. Eine der untersuchten Lampen wies bis zu 13 Milligramm Quecksilber pro Lampe auf - fast das Dreifache des zugelassenen Werts. Energiesparlampen beinhalten technisch bedingt kleine Mengen Quecksilber. Europaweit dürfen sie aber nicht mehr als 5 Milligramm des giftigen Metalls enthalten, ab 1. Januar 2012 nicht mehr als 3,5 Milligramm. Nachdem die Hornbach-Baumarkt AG sich zunächst nur verpflichtete, keine Energiesparlampen der von ihr vertriebenen Eigenmarken mit mehr als der zugelassenen Menge Quecksilber zu verkaufen, hatte die DUH im August eine Klage beim Landgericht Landau in der Pfalz eingereicht. Ziel der Klage war es, dass Hornbach die Verantwortung für alle in seinen Baumärkten vertriebenen Energiesparlampen übernimmt, nicht nur für die Eigenmarken.

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