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Holländische Essent an deutschem TXU-Geschäft interessiert

Was passiert mit den Stadtwerken Kiel, der Braunschweiger Versorgungs-AG und besonders dem Berliner Stromversorger ares? Der bisherige Anteilseigner TXU Europe ist in finanzielle Not geraten und muss verkaufen. Während die Liste der Interessenten an den Stadtwerken lang ist, ist die Zukunft von ares noch mehr als ungewiss.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach dem Ausstieg von TXU Europe ist die Zukunft der Braunschweiger Versorgungs-AG, der Stadtwerke Kiel und insbesondere des Berliner Stromanbieter ares noch immer ungewiss. Während in Kiel und Braunschweig die Städte ein gewichtiges Wörtchen bei der Wahl des Partners mitzureden haben, steht in Berlin die Existenz des Unternehmens auf dem Spiel.

In die Liste der Interessenten an der Beteiligung an den Stadtwerken Kiel und der Braunschweiger Versorgungs-AG reiht sich nach Informationen der "Wirtschaftswoche" jetzt auch der holländische Strom- und Gasversorger Essent NV aus Arnheim ein. Neben Avacon und EnBW haben auch das belgische Stromunternehmen Electrabel und die Mannheimer MVV Energie AG ihre Bereitschaft zum Kauf signalisiert. Wie die "Wirtschaftswoche" weiter schreibt, will Essent 51 Prozent der Kieler Stadtwerke und 75 Prozent an der Braunschweiger Versorgungs-AG kaufen. Das holländische Unternehmen ist bereits an den Stadtwerken Bremen (51 Prozent), den Stadtwerken Bielefeld (25,4 Prozent) und den Stadtwerken Gütersloh (12,5 Prozent) beteiligt.

Laut "Wirtschaftswoche" plant Essent zudem einen Einstieg bei der Oldenburger EWE und will so in Deutschland zum drittgrößten ausländischen Strom- und Gasinvestor nach der französischen EdF und der skandinavischen Vattenfall werden.

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