Genehmigt

Hohlräumen in der Asse werden mit Salzbeton verfüllt

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) darf Resthohlräume in dem maroden Atommülllager Asse mit Salzbeton verfüllen. Das niedersächsische Umweltministerium als zuständige Genehmigungsbehörde habe einem entsprechenden Antrag zugestimmt, ein entsprechender Sonderbetriebsplan sei durch das Landesbergamt zugelassen worden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (ddp/red) - Antrag und Genehmigung betreffen Hohlräume im südlichen Teil des Bergwerks Asse. In diesem Bereich befinden sich keine Einlagerungskammern für Atommüll. Die Hohlräume waren bereits von 1995 bis 2004 mit Salzstaub verfüllt worden, die sogenannten Firstspalten zwischen der Salzschicht und den darüberliegenden Zwischendecken sind aber noch offen. Nach Ansicht des BfS, des Landesbergamtes sowie von externen Experten kann die Verfüllung der Resthohlräume zur Stabilisierung des einsturzbedrohten Bergwerks beitragen.

Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) sagte, die Maßnahme sei "allerdings kein Allheilmittel". Sie dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stabilität der Asse gefährdet sei.

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