Trend

Hohe Heizkosten: Holz und Brikett auf dem Vormarsch

Fast jeder dritte Haushalt in Deutschland verfügt über ein klassisches Festbrennstoffgerät oder ein modernes Heizgerät für Holz oder Briketts, dies ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung. Aufgrund stiegender Heizöl- und Erdgaspreise wird sich dieser Trend wohl weiter verstärken.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Köln/Nürnberg (red) - Moderne Feuerstätten liegen im Trend: Fast neun Millionen Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen sind in Deutschland bereits heute im Einsatz, Jahr für Jahr kommen etwa 200 000 neue hinzu. Damit verfügt jetzt jeder dritte Haushalt entweder über ein klassisches Festbrennstoffgerät oder über ein modernes Heizgerät, das für feste Brennstoffe wie Holz oder Braunkohlenbriketts ausgelegt ist. Das ergab eine von der Rheinbraun Brennstoff GmbH (Köln) in Auftrag gegebene Marktstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg. 14 000 repräsentativ ausgewählte Haushalte werden einmal jährlich nach dem Bestand und der Nutzung von Heizgeräten sowie dem Verbrauch von Festbrennstoffen befragt.

Dieser Untersuchung zufolge hat der Bestand der modernen Heizgeräte in den letzten zehn Jahren um knapp 60 Prozent zugelegt. Gerade an trüben und kalten Herbst- und Wintertagen ziehen sich die Bundesbürger gerne in die eigenen vier Wände zurück und verbringen gemütliche Abende mit der Familie oder Freunden vor einem prasselnden Kaminfeuer.

Im vergangenen Jahr wurden nahezu 500 000 Tonnen Holzscheite und mehr als eine Million Tonnen Braunkohlenbriketts über den Brennstoffhandel sowie Verbraucher- und Baumärkte abgesetzt. Insbesondere die Besitzer moderner Feuerstätten würden das Brikett zunehmend als bequemen und preisgünstigen Brennstoff entdecken, ergab die Umfrage. Rechnet man die traditionellen Heizgeräte wie Herde und Öfen hinzu, werden in ganz Deutschland heute über drei Millionen Wohnungen mit der heimischen Braunkohle beheizt. Steigende Heizöl- und Erdgaspreise werden diesen Trend weiter verstärken, vermutet die GfK.

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