Statistik

Hohe Energiekosten treiben Erzeugerpreise in die Höhe

Für die starke Teuerung im April war der Statistikbehörde zufolge vor allem der Anstieg der Energiepreise um 3,6 Prozent zum Vormonat und um 13,2 Prozent zum Vorjahr verantwortlich. Besonders stark erhöhten sich die Preise für Erdgas, die um 6,5 Prozent beziehungsweise 19,9 Prozent zunahmen. Auch Strom verteuerte sich.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Die deutschen Erzeugerpreise sind im April vor allem wegen der weiteren Verteuerung von Energie deutlich stärker gestiegen als erwartet. Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag um 4,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat und verzeichnete damit den stärksten Anstieg im Vorjahresvergleich seit April 2001, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat ergab sich ein Anstieg um 0,7 Prozent.

Ökonomen hatten einen Anstieg auf Jahressicht von lediglich 4,0 Prozent und im Monatsvergleich eine Teuerung von 0,2 Prozent prognostiziert. Im März war der Erzeugerpreisindex auf Jahressicht um 4,2 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gestiegen.

Für die starke Teuerung im April war der Statistikbehörde zufolge vor allem der Anstieg der Energiepreise um 3,6 Prozent zum Vormonat und um 13,2 Prozent zum Vorjahr verantwortlich. Besonders stark erhöhten sich die Preise für Erdgas, die um 6,5 Prozent beziehungsweise 19,9 Prozent zunahmen. Auch Strom verteuerte sich mit plus 3,1 Prozent beziehungsweise plus 8,2 Prozent überdurchschnittlich.

Die Preise für Mineralölerzeugnisse legten durchschnittlich um 2,2 Prozent beziehungsweise um 13,6 Prozent zu. Ohne Energie wäre der Erzeugerpreisindex im April gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent gestiegen.

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