Existenzsicherung

Höhere Pfändungsfreigrenzen ab 1. Juli

Ab Juli gelten höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen. Knapp 29 Euro mehr sind dann vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Die Höhe der Pfändungsfreigrenzen wird alle zwei Jahre angepasst.

Kontoauszüge© M. Schuppich / Fotolia.com

Berlin (dpa/tmn/red) - Ab dem 1. Juli gelten höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen. Darauf weist das Bundesjustizministerium in Berlin hin. Der monatlich unpfändbare Grundbetrag beträgt ab diesem Stichtag 1073,88 Euro. Bisher sind monatlich 1045,04 Euro vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Wer gesetzlichen Unterhalt zahlen muss, kann ab dem Stichtag zusätzlich über monatlich 404,16 Euro verfügen. Bisher liegt die Freigrenze hier für eine Person bei 393,30 Euro. Für die zweite bis fünfte Person steigt der monatlich geschützte Betrag von bisher jeweils 219,12 Euro auf jeweils 225,17 Euro.

Pfändungsschutz wird im Zwei-Jahres-Rhythmus angepasst

Der Pfändungsschutz stellt sicher, dass Schuldner auch bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens ihr Existenzminimum sichern und die gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen können. Die Höhe der Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen wird jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres an die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrages für das sächliche Existenzminimum angepasst. Zuletzt wurden die Pfändungsfreigrenzen zum 1. Juli 2013 erhöht.

Quelle: DPA

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