Einig, oder was?

Hin und Her: Vattenfall will weiter mit Bewag zusammenarbeiten

Obwohl die Gespräche zwischen Mirant und Vattenfall über die Bildung einer neuen Kraft auf dem deutschen Strommarkt gescheitert sind, soll die Bewag langfristig doch eine Rolle spielen. So stellen sich das jedenfalls HEW und Vattenfall vor.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Bildung eines Stromversorgers im Nordosten Deutschlands ist schwieriger und langwieriger als bisher angenommen: Nachdem die Gespräche zwischen dem schwedischen HEW-Anteilseigner Vattenfall und dem amerikanischen Bewag-Anteilseigner Mirant in der vergangenen Woche ohne ein Ergebnis beendet worden waren, schien auch die Vereinigung von Bewag, HEW, Veag und Laubag zu einer "vierten" oder "neuen" Kraft auf dem deutschen Strommarkt nicht mehr möglich. HEW sprach anschließend davon, die Bewag in seine Pläne nicht mehr einzubeziehen.

Jetzt hat sich das Blatt erneut gewendet: Wie Vattenfall-Chef Lars Josefsson gestern in Hamburg mitteilte, hat er die Hoffnung, dass Mirant langfristig an der "neuen Kraft" teilnehmen könnte, noch nicht aufgegeben. Auch sprach er sich für eine weitere enge Zusammenarbeit aus und betonte, dass Vattenfall nicht vorhabe, die Bewag-Beteiligung aufzugeben. Auch der neue HEW-Vorstandsvorsitzende Klaus Rauscher, der gestern vom Aufsichtsrat in sein Amt bestellt wurde, erwartet einen Umdenkungsprozess bei Mirant. Zeitungsberichten zufolge will er bis zu diesem Zeitpunkt Pläne für einen E.ON- und RWE-Konkurrenten im Osten Deutschlands auch ohne Beteiligung der Bewag weiterverfolgen. Allerdings zeigte er sich wenig zuversichtlich, dass dies noch im Laufe des kommenden Jahres realisiert werden könne. Er geht eher von Mitte 2003 aus.

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