Holding-Gesellschaft beschlossen

HEW und VEAG verschmelzen zur Vattenfall Europe AG

Vattenfall Europe nimmt weiter Gestalt an: Gestern hat die Hauptversammlung der HEW der Zusammenführung der deutschen Vattenfall Unternehmen Bewag, HEW, Veag und Laubag zugestimmt, heute wird grünes Licht von der Veag-Hauptversammlung erwartet. Die Verschmelzung der Unternehmen folgt einem sogenannten Push-Down-Merger-Konzept.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Zusammenführung der deutschen Vattenfall-Unternehmen Bewag, HEW, VEAG und LAUBAG steht unmittelbar vor dem Abschluss: Die Hauptversammlung der HEW AG hat gestern der Verschmelzung mit der VEAG sowie der Umbenennung in Vattenfall Europe AG zugestimmt. Heute wird die Hauptversammlung der VEAG den Verschmelzungsbeschluss bestätigen.

Die Verschmelzung der Unternehmen folgt einem sogenannten Push-Down-Merger-Konzept, bei dem aus den beteiligten Unternehmen zunächst die operativen Bereiche ausgegliedert wurden, um die als Holdingunternehmen verbliebenen Muttergesellschaften zu fusionieren. Bereits im Juni wurden dazu Kraftwerke, Übertragungsnetz und Vertrieb der VEAG in eigene Tochtergesellschaften ausgegründet. Ebenso wurde beschlossen, die operativen Teile von HEW in die Erste HEW Verwaltungs AG auszugliedern, die das lokale Geschäft in Hamburg unter dem traditionsreichen Markennamen HEW fortsetzt. In einem ähnlichen Verfahren wird im nächsten Jahr auch die Konzerntochter Bewag, die ein anderes Geschäftsjahr hat, mit der Holdinggesellschaft fusioniert werden.

"Mit der Holdinggesellschaft schaffen wir das strategische Zentrum des starken neuen Unternehmens auf dem deutschen Energiemarkt", sagte Dr. Klaus Rauscher, der als Vorstandsvorsitzender das Unternehmen führen wird: "Für alle, die in den zurückliegenden Monaten an diesem Projekt gearbeitet haben, ist heute ein Tag der Freude. Ich bin zufrieden und stolz, dass wir die wohl komplexeste Fusion der jüngeren deutschen Industriegeschichte schneller als ursprünglich geplant realisieren. Die Entscheidungen der Hauptversammlungen von HEW und VEAG weisen aber über unser Unternehmen hinaus. Damit vollenden wir auf Verbundebene die Restrukturierung der deutschen Stromwirtschaft, die durch die Öffnung der Energiemärkte angestoßen wurde."

Durch den Zusammenschluss von Bewag, HEW, LAUBAG und VEAG zu Vattenfall Europe entsteht der nach Stromerzeugung und -absatz drittgrößte Energiekonzern auf dem deutschen Markt. Das Geschäft von Vattenfall Europe reicht von den Tagebauen in der Lausitz, dem Kraftwerkspark von VEAG, HEW und Bewag, über das Übertragungsnetz in Hamburg und Ostdeutschland bis hin zu Dienstleistungen rund um Strom und Wärme für weit über drei Millionen Endkunden in Berlin, Hamburg und Westmecklenburg. Die Vattenfall Europe AG wird sich mehrheitlich im Besitz der Vattenfall AB, Schweden, befinden. Der Mutterkonzern hält 67,3 Prozent der Anteile und wird bis Ende August die verbliebenen Anteile der Freien und Hansestadt Hamburg in Höhe von 24,5 Prozent übernehmen. Weitere Anteile werden von institutionellen Eignern und freien Aktionären gehalten.

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