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HEW und Mirant unterzeichnen Bewag-Konsortialvereinbarung

HEW und Mirant haben sich endlich geeinigt und das Schicksal der Bewag in einem Konsortialvertrag besiegelt. Darin verpflichten sich die Energieunternehmen partnerschaftlich das Ziel der Bildung einer "Vierten Kraft" zu verfolgen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) und die Mirant Holdings Beteiligungsgesellschaft mbH (Mirant) haben heute eine Konsortialvereinbarung unterzeichnet. HEW und Mirant beabsichtigen darin, die Gleichmäßigkeit ihrer Beteiligungen an der Bewag zu wahren und alle sich aus ihren Beteiligungen ergebenden Rechte koordiniert auszuüben.

"Wir wollen partnerschaftlich gemeinsame wirtschaftliche Ziele für die Bewag verfolgen und die 'Neue Kraft', bestehend aus HEW, Bewag, LAUBAG und VEAG in dem geplanten Zeitrahmen errichten. Dazu werden HEW und Bewag in Kürze einen Konsortialvertrag zur Regelung der künftigen Zusammenarbeit als Aktionäre der VEAG und der LAUBAG unterzeichnen", erklärte HEW-Vorstandssprecher Joachim Lubitz. "Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen HEW und Mirant bei der Bewag ist eine gute Grundlage für den Aufbau der Neuen Kraft. Mirant wird gemeinsam mit dem HEW-Mehrheitseigner Vattenfall dafür sorgen, dass die 'Neue Kraft' für alle beteiligten Unternehmen und deren Mitarbeiter ein Erfolg wird", versprach Jason Harlan, Vorstand Geschäftsentwicklung Mirant Europe. Beim dem Abschluss der Vereinbarung halt jeder der Partner nun eine Beteiligungsquote von 44,76 Prozent am Grundkapital (46,05 Prozent der Stimmrechte) an der Bewag. HEW und Mirant haben sich verpflichtet, stets gleich hohe Beteiligungen an Grundkapital und Stimmrechten der Bewag zu halten und ihre Stimmrechte als Aktionäre nur einheitlich und in Übereinstimmung mit der geschlossenen Vereinbarung auszuüben.

Beide Partner haben Anspruch auf je fünf Sitze im Aufsichtsrat der Bewag. Jeder Partner ist berechtigt, abwechselnd, beginnend mit Mirant, den Aufsichtsratsvorsitzenden für eine Wahlperiode des Aufsichtsrates zu benennen. Das Land Berlin kann bis zur Bildung der "Neuen Kraft" zwei und nach Bildung der "Neuen Kraft" einen Aufsichtsrat der Bewag benennen. Zudem ist die "Gemeinsame Erklärung zur Bildung einer Vierten Kraft auf dem Energiesektor in Deutschland", die Vattenfall, Mirant, HEW und der Berliner Senat am 27. April 2001 unterzeichnet haben, unverändert gültig.

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