HEW im Wettbewerb gut positioniert

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die HEW geht gut positioniert in das erste Jahr des Jahrtausends und in das zweite Geschäftsjahr im liberalisierten Markt. Im bundesweiten Wettbewerb hat das Unternehmen seine Marktanteile ausgebaut. Für den europäischen Wettbewerb sind entscheidende, strategische Weichenstellungen für die HEW vollzogen. Diese Bilanz zog der HEW-Vorstandsvorsitzende Dr. Manfred Timm auf einer Pressekonferenz.


Der Absatzverlust in Hamburg über alle Kundengruppen betrug zum Ende des vergangenen Jahres lediglich rund ein Prozent. Demgegenüber konnte der Absatz außerhalb Hamburgs deutlich gesteigert werden. Dazu erklärte Dr. Manfred Timm: "Auf eine Formel gebracht heißt unser Gewinn-Verlust-Verhältnis für den Absatz: Auf jede in Hamburg verlorene Kilowattstunde hat die HEW außerhalb Hamburgs 25 Kilowattstunden neu hinzugewonnen." Der Stromverkauf der HEW AG erhöhte sich insgesamt um 23,3 Prozent auf rund 17 Milliarden Kilowattstunden. Die Umsatzerlöse gingen, bereinigt um die Stromsteuer, um 1,8 Prozent auf 1,37 Milliarden DM zurück.


Der Preisdruck im Stromgeschäft hätte trotzdem Spuren im Ergebnis hinterlassen. Timm: "Man könnte formulieren: Beim Ertrag haben wir ein blaues Auge abbekommen." Die Ertragseinbußen konnten nicht vollständig durch interne Kostensenkungen aufgefangen werden, zumal erhebliche belastende Sonderfaktoren zu verkraften waren. Der Jahresüberschuss ist in der Folge auf 64 Millionen Euro zurückgegangen und damit um 23,5 Prozent gesunken. Der Gewinnrückgang in 1999 wird voll vom Unternehmen durch Verzicht auf die Dotierung der Rücklagen getragen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 1999 eine Dividende in Höhe von 0,69 Euro je Aktie auszuschütten. Die Aktionäre erhalten damit eine unveränderte Dividende von 27 Prozent. Timm: "Wir sehen Dividendenkontinuität in dieser schwierigen Phase für die Strombranche durchaus als Erfolg an - zumal wir die Ausschüttung in den vier Jahren zuvor fast verdoppelt haben."


"In einer Energielandschaft, die von Fusionen und Übernahmeverhandlungen geprägt ist, sind wir fest entschlossen, im deutschen Strommarkt einen Platz in der Spitzengruppe zu erreichen." So umschrieb Dr. Timm die strategische Ausrichtung der HEW. So hat HEW gemeinsam mit Vattenfall nachdrücklich Interessen an einer strategischen Beteiligung an der VEAG AG angemeldet. Gleichzeitig will das Unternehmen durch weitere Beteiligungen an Stadtwerken und Regionalversorgern wachsen.

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