Pannen-AKW

Heute Erörterungstermin zu Temelin: DNR fordert "überparteiliche Koalition der Vernunft"

Derzeit findet in Passau ein Erörterungstermin zum umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin statt. Im Vorfeld forderte der Präsident des Deutschen Naturschutzrings einen gemeinsamen Standpunkt von Umweltminister Trittin und Ministerpräsident Stoiber. Er selbst bezeichnete Temelin als "Schrottreaktor, der nicht gebraucht wird".

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Anlässlich des Erörterungstermin zum tschechischen Atomreaktor Temelin am heutigen Donnerstag in Passau hat der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, zu einer "überparteilichen Koalition der Vernunft gegen den Risikoreaktor" aufgerufen. Es sei sehr erfreulich, dass Bundes- und Staatsregierung darin übereinstimmen, dass das Pannen-AKW im benachbarten Tschechien nicht ans Netz gehen dürfe.

Weinzierl forderte deshalb Umweltminister Jürgen Trittin und Ministerpräsident Edmund Stoiber auf, diesen gemeinsamen Standpunkt auch offensiv gegenüber der tschechischen Regierung zu vertreten. "In einer solchen Koalition der Vernunft gegen das AKW Temelin kann die Politik auf breite Unterstützung in der Bevölkerung bauen und neue Glaubwürdigkeit zurückgewinnen", sagte Weinzierl. Er begrüßte gleichzeitig, dass die Bürger aus Deutschland mit dem Erörterungstermin Gelegenheit bekommen, ihre Einwände zu äußern. Seine Meinung stellte er deutlich dar: "Dieser Schrottreaktor wird nicht gebraucht und ist gefährlich. Deshalb darf es nicht um nebensächliche Schönheitsreparaturen oder bauliche Detailfragen gehen, sondern um die prinzipielle Genehmigungsfähigkeit."

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