Umfrage

Heuersdorf-Umsiedlung: Breite Zustimmung im Land

Die Mehrheit der Bevölkerung Sachsens und Sachsen-Anhalts stimmt für die Zukunft der Braunkohle und eine sozial verträgliche Umsiedlung der Gemeinde Heuersdorf. Das geht aus der aktuellen Meinungsstudie "Braunkohle und Heuersdorf im Spiegel der Öffentlichkeit" hervor.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Theißen/Schkeuditz (red) - "Die Ergebnisse bestätigen unsere Arbeit", erklärt Heiner Krieg, Kaufmännischer Geschäftsführer der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG), vor Journalisten. "Zudem geben sie uns die Sicherheit, dass unsere Bemühungen in Bezug auf die nicht einfache Problematik zur Umsiedlung von der breiten Mehrheit der Bevölkerung verstanden und unterstützt werden. Überrascht hat uns dabei, dass das Pro bezogen auf die Wählerschaft der Parteien CDU, SPD und PDS so eindeutig ausfällt."

Die Meinungsstudie wurde in Vorbereitung auf die Entscheidung des Sächsischen Landtags zum neuen Heuersdorf-Gesetz von der MIBRAG in Auftrag gegeben. Im Februar 2004 befragte die logos Unternehmenskommunikation GmbH 1017 Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu den Themen Braunkohle, Heimat, Umsiedlung der Gemeinde Heuersdorf und Entschädigungs-Leistungen der MIBRAG.

Heiner Krieg: "Die Heuersdorfer erbringen ein Opfer für die Allgemeinheit und deshalb werden sie von uns jede Unterstützung bekommen. Uns wird auch von den ehemaligen Heuersdorfern bestätigt: Wir sind nicht kleinlich. Mit uns kann man über alles reden." Inzwischen hat MIBRAG-Angaben zufolge mehr als die Hälfte der Heuersdorfer die Entschädigungs-Leistungen in Anspruch genommen und sich ein neues Zuhause geschaffen. 99 Betroffene hätten bisher noch keinen Kontakt mit der MIBRAG aufgenommen.

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