Auch für Gebäudebestand

Hessen: SPD will Wärmegesetz nach Vorbild Baden-Württembergs

Die hessische SPD will noch in diesem Jahr einen Entwurf für ein Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz vorlegen. Der Entwurf werde auf dem entsprechenden Bundesgesetz aufbauen und sich der geltenden Rechtslage in Baden-Württemberg anschließen, kündigte SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel am Mittwoch an.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp-hes/red) - In Baden-Württemberg gebe es seit fast zwei Jahren ein solches Gesetz, das ab 1. Januar 2010 auch für den Gebäudebestand gelte. "Dies gilt es auch für Hessen umzusetzen", sagte Schäfer-Gümbel, denn auch in Hessen müsse der Einsatz erneuerbarer Energien bei der Wärmegewinnung gesteigert werden.

Mit dem Gesetz wolle die SPD den bereits vorhandenen Techniken wie solarthermischen Anlagen, Holzpelletöfen oder Erdwärmesonden sowie Wärmepumpen zum Durchbruch verhelfen. Das Gesetz betreffe, anders als das Bundesgesetz, das sich auf Neubauten beziehe, im Wesentlichen den Gebäudebestand. Es soll vorschreiben, dass ab einem bestimmten Zeitraum mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs pro Jahr mit erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen, sobald die Heizanlage erneuert werde, erläuterte der SPD-Politiker.

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