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Hessen: Land und Energieversorger schließen Vergleich

In einem Prozess um Strompreiserhöhungen des Energieversorger OVAG vor dem Gießener Verwaltungsgericht haben sich Land und Unternehmen am Montag auf einen Vergleich geeinigt, der für die Verbraucher nur einen kleinen Aufschub der beantragt Preiserhöhung bringt.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Gießen (ddp-hes/sm) - Das oberhessische Stromversorgerunternehmen darf für das laufende Jahr die Preise nicht anheben, wie der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Clemens Christmann, in Wiesbaden mitteilte. Im nächsten Jahr darf die OVAG dann aber die Tarife etwas stärker als bislang zugestanden - um 0,82 statt 0,75 Cent je Kilowattstunde Strom - anheben.

Die 0,07 Cent Differenz summierten sich in einem durchschnittlichen Haushalt auf eine Mehrbelastung von zwei Euro jährlich, unterstrich Christmann. Das Unternehmen selbst hatte laut dem Ministeriumssprecher die Entgelte zum 1. Januar 2007 ursprünglich um 1,6 Cent anheben wollen und dies beim Wirtschaftsministerium so beantragt. Geklagt hatte der regionale Stromversorger auch wegen einer zum 1. Januar dieses Jahres beantragten, von Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) aber abgelehnten Preiserhöhung von rund 0,7 Cent je Kilowattstunde Strom für Privathaushalte und kleine Gewerbebetriebe.

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