3,3 Prozent

Hessen halbiert beantragte Strompreiserhöhungen

Statt der im Schnitt beantragten Verteuerung um rund sieben Prozent müssten die Verbraucher nun mit Preiserhebungen von knapp 3,3 Prozent rechnen, teilte die hessische Preisaufsicht im Wirtschaftsministerium gestern mit. Alle 50 hessischen Versorger hatten Anträge zur Strompreiserhöhung eingereicht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp-hes/sm) - Nach mehreren Bundesländern hat nun auch Hessen die für 2005 von den regionalen Stromversorgern beantragten Preiserhöhungen zurückgestutzt. Wie das Wirtschaftsministerium des Landes gestern mitteilte, wurden nur jeweils die Hälfte geplanten Anhebungen genehmigt. Alle 50 in Hessen agierende Versorger hätten um höhere Stromtarife nachgesucht.

Statt der im Schnitt beantragten Verteuerung um rund sieben Prozent müssten die Verbraucher nun mit Preiserhebungen von knapp 3,3 Prozent rechnen. Die Stromrechnung eines Durchschnittshaushalts steigt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums dadurch um etwa 20 Euro pro Jahr und nicht um 40 Euro. 40 Versorger in Hessen heben ihre Preise ab Januar an, zehn weitere erst zwischen Februar und April.

Ressortchef Alois Rhiel (CDU) räumte ein, dass die Länder auf einen Großteil der Strompreise keinen Einfluss habe. So seien Erzeugung und Ferntransport der Preisaufsicht durch die Bundesländer entzogen. Der Staat müsse daher früher eingreifen, um den Monopolmissbrauch der großen Versorger zu unterbinden. Es sei notwendig, dass die Entgelte für die Stromdurchleitung vorab und streng kontrolliert werden, betonte Rhiel.

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