Lass die Sonne rein...

Herbstmeisterschaft der Solarbundesliga ist entschieden

In den verschiedenen Klassen haben Geesow, Hohenfels, Neckarsulm und Freiburg die Herbstmeisterschaft in der Solarbundesliga für sich entschieden. In diesen Städten und Kommunen ist die Solarenergienutzung pro Kopf am größten.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Geesow, Hohenfels, Neckarsulm und Freiburg sind die Herbstmeister der Solarbundesliga. Jede dieser vier Kommunen führt in ihrer Größenklasse die Tabelle der Kommunen mit der intensivsten Solarenergienutzung pro Kopf der Bevölkerung an. An dem Wettstreit, der im Internet unter www.solarbundesliga.de ausgetragen wird, beteiligen sich bisher 160 Gemeinden. Organisiert wird die Solarbundesliga seit dem vergangenen Jahr von der Deutsche Umwelthilfe e.V. und der Zeitschrift Solarthemen.

Besonders spannend war das Rennen bei den Großstädten über 100 000 Einwohnern. Am letzten möglichen Tag aktualisierten die Freiburger noch ihre Daten und schoben sich so vor Ulm. Zum Abschluss der vergangenen Saison hatte Ulm noch vor der Breisgaumetropole geführt. In Freiburg kommen auf 1000 Einwohner 32 Quadratmeter Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung und Solarstrommodule mit einer Leistung von elf Kilowatt. Damit erreicht die Solarstadt sieben Wertungspunkte in der Liga, Ulm hat sechs Punkte und Bielefeld als nächstplazierte Großstadt liegt mit vier Punkten auf Platz drei.

Im Vergleich zu vielen kleineren Kommunen haben die deutschen Großstädte allerdings allesamt Nachholbedarf in Sachen Sonne. Im Ort mit der höchsten Gesamtpunktzahl, der 212-Seelen-Gemeinde Geesow in der Uckermark, ist etwa 100 mal mehr Solarfläche pro Kopf installiert als in Bielefeld. Bei den Kommunen mit mehr als 1000 Einwohnern dominiert die Gemeinde Hohenfels, wo im November das mit 1,6 Megawatt Leistung größte Solarstromkraftwerk Deutschlands ans Netz gegangen ist. Und bei den Städten ab 10 000 Einwohner ist Neckarsulm einsame Spitze. Die Stadt ist in Fachkreisen bekannt für ihr solargestütztes Nahwärmesystem, in das mittlerweile etwa 6000 Quadratmeter Solarkollektoren einspeisen. "Unser Wettbewerb zeigt deutlich, wie unterschiedlich stark unsere selbstverständlichste Energiequelle, die Sonne, in den Städten und Gemeinden genutzt wird", bilanziert der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jörg Dürr-Pucher. "Vorreiter sind einige kleinere Städte und Gemeinden, in denen einzelne Bürgerinnen und Bürger, Umweltgruppen oder aktive Bürgermeister das Thema jahrelang vorangebracht haben."

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