Heizölkauf

Heizölpreise: Niedrigster Stand seit zwei Monaten

Die Heizölpreise befinden sich im Moment auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zwei Monate. Daher rät der Verband für Energiehandel die Gunst der Stunde zu nutzen und den Heizöltank aufzufüllen. Das Spekulieren auf eine weitere Preissenkung ist riskant, da kaum jemand vorhersehen kann, wie sich der Ölpreise entwickeln wird.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mainz (dapd/red) - Die Heizölpreise sind auf den niedrigsten Stand der vergangenen zwei Monate gefallen. Die 460.000 rheinland-pfälzischen und 615.000 hessischen Haushalte mit Ölheizung sollten daher möglichst schnell den aktuellen Preis von 92 Euro für 100 Liter bei Abnahme von 3.000 Litern nutzen, erklärte der Verband für Energiehandel (VEH) am Mittwoch in Mainz mit. "Grund für den derzeitigen Preisrückgang beim Öl könnten die zunehmenden Sorgen hinsichtlich eines weltweiten Abschwungs sein", sagte VEH-Geschäftsführer Jürgen Funke.

Preisentwicklung kaum vorhersehbar

Den Angaben zufolge ist ein Warten auf weitere Preissenkungen riskant: Der Markt sei schwer zu berechnen, die Preise könnten auch wieder steigen, sagte VEH-Vorstandsmitglied Bernd Schilly. Grundsätzlich sollte der Tank eher im Sommer aufgefüllt werden. "Zum Auslaufen der Heizungsperiode bewegt sich der Ölpreis nicht selten auf einem etwas niedrigeren Niveau", sagte Schilly.

Der VEH gibt zudem Tipps zum Kosten sparenden Heizen: Eine Kombination von Ölheizung und Kamin sei beispielsweise sinnvoll. Mit solchen Konzepten könne der Verbrauch fossiler Energien gesenkt werden. Auch durch regelmäßige Wartung der Heizung könne Brennstoff gespart werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Heizung

    Bei alten Ölheizungen besteht ab August Kontrollpflicht

    Für Ölheizungen gelten ab August neue gesetzliche Vorgaben. Bei Heizungen, die vor 1985 gebaut wurden, muss jährlich der Tank kontrolliert werden. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

  • Ölbohrung

    Wende beim Öl-Poker: Preise für Benzin und Diesel fallen weiter

    Benzin und Diesel sind so günstig wie seit Monaten nicht mehr und ganz ähnlich sieht es bei den Preisen für Heizöl aus. Ursache dafür sind die sinkenden Preise beim Rohöl. Bisherige Maßnahmen, um den Preisverfall zu stoppen, haben ihre Wirkung verfehlt.

  • Hochspannungsmasten

    Energiepreise treiben die Inflation weiter an

    Die hohen Energiepreise haben im Februar die Inflationsrate wieder in die Höhe getrieben. Die Verbraucherpreise seien im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit und bestätigte damit seine vorläufigen Zahlen. Am stärksten stiegen die Preise für Kraftstoffe und Heizöl.

  • Hochspannungsleitung

    Kaltsteher: Wenn Heizölkunden sich verzocken

    Die anhaltende Kältewelle bringt den Brennstoffhändlern in Sachsen-Anhalt deutlich mehr Bestellungen. Viele Hauseigentümer müssen derzeit dringend ihre Heizöltanks auffüllen lassen, denn mit dem strengen Frost ist der Verbrauch extrem gestiegen. Damit steigt die Zahl der so genannten "Kaltsteher".

  • Strompreise

    Ölstopp im Iran könnte Preise steigen lassen

    Der ADAC gab nun erste Einschätzungen darüber, wie die Folgen des Ölstopps aus dem Iran für deutsche Autofahrer aussehen könnten. Eine Preissteigerung wird erwartet, da die Märkte sensibel auf Umbrüche im arabischen Raum reagieren. Zudem muss Deutschland den Bezug für Öl nun aus anderen Ländern sichern.

Top