Heizkraftwerk Frankfurt (Oder) jetzt auch virtuell im Internet

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Heizkraftwerk Frankfurt (Oder) ist eines der modernsten Heizkraftwerke Europas: Zum einen produziert es nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Energie im Doppelpack. Hier wird nicht nur Strom für die Stadt erzeugt, sondern auch Wärme für ihr Fernwärmenetz. Zum anderen werden drei Brennstoffe miteinander kombiniert: Braunkohlestaub, Erdgas und auch Heizöl. Diese Energieträgerkombination ist bisher einmalig. Je nach Wirtschaftlichkeit lässt sich der Einsatz von Gas und Kohle flexibel steuern.


Herkömmliche Gas-und-Dampf-(GuD)-Heizkraftwerke nutzen die heißen Abgase der Gasturbine, um über einen nachgeschalteten Abhitzekessel Dampf für einen angekoppelten Dampfturbinenprozess zu erzeugen. Damit erfolgen dann die Stromerzeugung und eine Auskoppelung von Fernwärme über nachgeschaltete Heizkondensatoren. Im Heizkraftwerk Frankfurt (Oder) ist dieser Prozess zusätzlich mit einem Dampferzeuger verbunden, der auf Brennstoffbasis Braunkohlestaub den Dampfturbinenprozess versorgt. Der Jahresnutzungsgrad der Primärenergie steigt auf rund 82 Prozent und liegt damit erheblich über den herkömmlichen Werten. Durch innovative Rauchgasreinigung und Filterung entsteht ein kalkhaltiger Stoff, der genutzt wird, um die Grubenhänge in der Lausitz zu befestigen. So arbeitet das HKW konsequent umweltfreundlich. Emissionswerte und Geräuschbelastung liegen weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte.


Das Heizkraftwerk Frankfurt (Oder) kann jetzt auch bei einem virtuellen Rundgang im Internet besichtigt werden. Unter der Adresse www.stadtwerke-ffo.de/expo bietet die Tour durch das Heizkraftwerk faszinierende Einblicke in moderne Großtechnik.

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