Heizkostenzuschuss: Die Kriterien

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Aufgrund der steigenden Ölpreise hat die Bundesregierung beschlossen, einkommensschwachen Haushalten einen einmaligen Heizkostenzuschuss von fünf Mark pro Quadratmeter zu zahlen. Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat jetzt die Kriterien veröffentlicht, wer wann Anspruch auf einen solchen Zuschuss hat. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob mit Gas, Öl, Fernwärme oder Strom geheizt wird oder ob eine Zentral- oder Etagenheizung oder ein Einzelofen verwendet wird.


Alle Haushalte, die zwischen dem 1. Oktober 2000 und dem 31. März 2001 mindestens drei Monate lang hintereinander Wohngeld erhalten, bekommen den Zuschuss automatisch ausgezahlt und müssen deshalb keinen separaten Antrag stellen. Zuschussberechtigt sind außerdem Ein-Personen-Haushalte, die zwischen dem 1. Oktober 2000 und dem 31. März 2001 drei Monate lang durchschnittlich höchstens 1650 Mark verdient haben. Es gilt ein "netto ähnliches" Einkommen. Zwei-Personen-Haushalte dürfen nicht mehr als 2300 Mark und Drei-Personen-Haushalte nicht mehr als 2850 Mark verdient haben, um die Zahlung zu bekommen. Die Berechtigten müssen bis spätestens 30. April 2001 einen Antrag beim Sozialamt, Wohnungsamt oder Bafög-Amt stellen. BaföG-Empfänger und alle, die eine Ausbildungshilfe oder Ausbildungsgeld bekommen, erhalten einen einmaligen Betrag von 100 Mark.


Unabhängig vom Heizkostenzuschuss macht der Mieterbund auch darauf aufmerksam, dass ab Januar 2001 weitere Haushalte Wohngeld beanspruchen können, da sich die Berechnungsgrundlage geändert hat.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiekosten

    Betriebskosten: Ölheizer können Rückzahlung erwarten

    Wer mit Öl heizt, kann bei der Betriebskostenabrechnung dem Deutschen Mieterbund zufolge mit einer Rückzahlung rechnen. Dem erhöhten Energieverbrauch im vergangenen Jahr wirkt der Ölpreisverfall bei den Kosten entgegen.

  • Biomasse

    Niedrige Ölpreise: Recycling lohnt sich kaum noch

    Die niedrigen Ölpreise machen auch den Recycling-Unternehmen zu schaffen. Die Herstellung neuer Kunststoffe ist günstiger als die Verwendung von sogenannten Recyclaten als Rohstoff. Immerhin: Noch liegt man leicht über der Recycling-Vorgabe von 36 Prozent.

Top