Unter Bundesdurchschnitt

Heizkosten in Berlin vergleichsweise weniger gestiegen

Der Anstieg der Heizkosten in Berlin ist dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) zufolge vergleichsweise niedrig ausgefallen. Während die Heizkosten im Bundesdurchschnitt um 17 Prozent gestiegen sind, liegt die Teuerung in Berlin bei etwa 13 Prozent.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/red) - Für Berlin sei für das Abrechnungsjahr 2008 von einer durchschnittlichen Steigerung der Kosten für Heizung und Warmwasser um rund 13 Prozent von 0,77 Euro auf 0,87 Euro pro Quadratmeter auszugehen, teilte der Verband am Donnerstag in Berlin mit.

Der Grund dafür sei der in Berlin hohe Anteil vergleichsweise günstiger Fernwärme. BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern wies jedoch darauf hin, dass die Preisentwicklung nur geschätzt werden könne, da noch nicht alle Betriebskostenabrechnungen für 2008 vorlägen.

Heizkosten im Schnitt 17 Prozent gestiegen

Der Deutsche Mieterbund (DMB) hatte am Donnerstag seinen aktuellen Heizspiegel veröffentlicht. Jeder Bundesbürger gab demnach vor allem wegen der gestiegenen Energiepreise durchschnittlich 17 Prozent mehr für das Heizen aus als im Jahr zuvor.

In dem Bericht warnte der DMB auch vor hohen Heizkosten für das Jahr 2009. Zwar habe der Preis für Heizöl im ersten Halbjahr um bis zu 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, die Kosten für Gas und Fernwärme seien dagegen im ersten Quartal 2009 weiter gestiegen. Aktuell angekündigte Preissenkungen der Gasversorger wirkten sich laut DMB kaum auf die Verbraucher aus.

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