Effizienz

Heizen: Hydraulischer Abgleich vermeidet unnötigen Energieverbrauch

Um Heizungsanlagen optimal einzusetzen, rät die ASUE einen sogenannter "hydraulischer Abgleich" der Anlage durch den Installateur durchführen zu lassen. Ansonsten kann es zu einer ungleichmäßigen Wärmeabgabe und einer schlechteren Regelbarkeit der Heizkörper über die Thermostatventile kommen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - Moderne Heizungsanlagen wie etwa Erdgas-Brennwertheizungen können Wirkungsgrade von knapp 100 Prozent erreichen. Eine effiziente Gebäudebeheizung setzt jedoch auch voraus, dass die anschließende Wärmeverteilung im Gebäude ebenfalls optimal erfolgt. Darauf weist heute die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch hin.

Eine entscheidende Voraussetzung hierfür sei der so genannte "hydraulische Abgleich" der Heizkörper durch den Installateur. Dieser sei besonders in Mehrfamilienhäusern zu empfehlen. Er soll gewährleisten, dass jeder Heizkörper innerhalb des Systems über den entsprechenden Heizwasserstrom mit der tatsächlich benötigten Wärmemenge versorgt wird. Ohne hydraulischen Abgleich könne der Betrieb der Anlage gravierend beeinträchtigt werden: Die Heizkörper mit dem geringsten Abstand zum Kessel beziehungsweise zur Pumpe würden überversorgt, die am weitesten entfernten Heizkörper dagegen unterversorgt, da hier zu wenig Heizwasser ankommt.

Ein fehlender hydraulischer Abgleich kann laut ASUE gravierende und ärgerliche Folgen - für Mieter wie Vermieter - haben. Es kann zu einer ungleichmäßigen Wärmeabgabe und schlechteren Regelbarkeit der Heizkörper über Thermostatventile kommen, durch hohe Pumpenleistungen können Strömungsgeräusche entstehen, außerdem kann es durch einen höheren Energieverbrauch zu höheren Heizkosten kommen.

Zudem könne bei zentralen Heizungssystemen ohne hydraulischen Abgleich das Heizkosten-Messsystem nicht ordnungsgemäß arbeiten: Verdunster und auch elektronische Heizkostenverteiler seien Verhältnismesser, die einheitliche Verhältnisgrundlage aber nicht gewährleistet.

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