Stromausfall

Heißluftballon verfängt sich in Hochspannungsleitung

Glück im Unglück für einen hessischen Ballonfahrer und seine drei Fluggäste: Nach der Landung auf einem Erdbeerfeld war der Heißluftballon von einer Windböe erfasst und gegen eine Hochspannungsleitung gedrückt worden. Das führte zu einem flächendeckenden Stromausfall, den Beteiligten passierte aber nichts.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Eichenzell (ddp-hes/sm) - Einem Heißluftballon haben die Bewohner in der Region Eichenzell einen einstündigen Stromausfall am Donnerstagabend zu verdanken. Der Ballon war gegen 21 Uhr planmäßig auf einem abgeernteten Erdbeerfeld gelandet, dann aber von einer Windböe gegen eine Hochspannungsleitung gedrückt worden, wie die Polizei in Fulda am Freitag mitteilte.

Der Ballonfahrer und seine drei Fluggäste konnten den Korb rechtzeitig verlassen. Das Luftfahrzeug trieb weiter und verfing sich in der rund 80 Meter weit entfernten Leitung.

Dadurch kam es zum Stromausfall im Gebiet Eichenzell, Heubach, Kalbach bis nach Neuhof. Der zuständige Energieversorger schaltete den Strom an der betroffenen Stelle ab, so dass die Feuerwehr den teilweise verschmorten Heißluftballon aus den Drähten bergen konnte. Nach rund einer Stunde war die Stromversorgung in den betroffenen Orten wieder gewährleistet.

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