HEAG: Neue Netzleitstelle hat Testphase erfolgreich beendet

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Netzleitstelle der HEAG Versorgungs-AG in Darmstadt hat den Probebetrieb erfolgreich beendet. Die neue Anlage sorgt dafür, dass in allen HEAG-Leitungen rund um die Uhr Strom fließt und etwa 800 000 Menschen in Südhessen zuverlässig mit Strom versorgt werden. Die Kosten für die Rechneranlage und den Umbau des Gebäudes belaufen sich auf 13 Millionen Mark. Die Netzleitstelle steuert und überwacht 27 Umspannanlagen und 60 Schalthäuser im gesamten Netzgebiet der HEAG. Dieses Gebiet ist über 2.000 Quadratkilometer groß und liegt zwischen Hirschhorn und Rodgau, Mörfelden-Walldorf und Babenhausen. Insgesamt sind darin Stromkabel mit einer Länge von rund 15.000 Kilometer verlegt.


"Wir sind sehr froh, dass nach nur drei Jahren die neue Netzleitstelle technisch realisiert ist", so HEAG-Bereichsdirektor Netz Klaus Schreiber. Die Netzleitstelle ist mit zwei Schaltmeistern besetzt, die im Schichtdienstbetrieb rund um die Uhr das Mittelspannungsnetz überwachen. Bei einer Störung im 20.000-Volt-Netz blinkt ein Signal am Bildschirm auf, und ein Warnton gibt zusätzlich einen akustischen Hinweis. "Innerhalb einer Sekunde meldet das System, wenn irgendwo im 20.000-Volt-Netz die Spannung ausfällt", berichtet Hans-Peter Hohmann, Leiter der Netzleitstelle. Ganz anders ist die Fehlersuche im Niederspannungsnetz, das von den Ortsnetzstationen bis zu den Haushalten reicht. Es wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht über die Netzleitstelle fernüberwacht und -gesteuert. Fällt irgendwo im Niederspannungsnetz Strom aus, ist die HEAG auf Informationen von Kunden angewiesen. Techniker der Versorgungs-AG fahren dann in die betroffenen Gebiete und suchen nach der Ursache.

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