Geschäftsbericht

HEAG-Bilanz 2001: Wandel aktiv gestalten

Der Darmstädter Energieversorger HEAG hat jetzt ein sehr ereignisreiches vergangenes Jahr bilanziert. Das gemeinsame Tochterunternehmen mit den Stadtwerken Mainz, entega, hat seine Position ausgebaut, die neugegründete citiworks AG ist erfolgreich gestartet. Das Zusammengehen mit der Südhessischen Gas und Wasser AG sei ein weiterer Meilenstein.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

"Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr wichtige Veränderungsprozesse erfolgreich bewältigt – weitere bedeutsame Veränderungen liegen noch vor uns." Mit diesen Worten leitete der Vorstandsvorsitzende der Hessischen Elektrizitäts-AG (HEAG), Professor Horst H. Blechschmidt, die diesjährige Bilanzpressekonferenz ein. Das Geschäftsjahr 2001 sei für den HEAG-Konzern ein sehr ereignisreiches Jahr gewesen: "Um auf die Anforderungen der liberalisierten Märkte reagieren zu können, wurden nachhaltige strukturelle Veränderungen in den Bereichen Energie und Verkehr umgesetzt beziehungsweise eingeleitet, die sich auch in der Bilanz der Unternehmen widerspiegeln", erläuterte Albert Filbert, kaufmännischer Vorstand der HEAG.

Meilensteine

Die gemeinsame Vertriebstochter der HEAG Versorgungs-AG und der Stadtwerke Mainz AG, die entega GmbH, hätte ihre Position als regionaler Stromanbieter in Südhessen und als Anbieter von Strom, Gas, Wasser und Wärme im Mainzer Raum weiter gefestigt. Gemeinsam mit der Stadtwerke München GmbH hat die entega GmbH Anfang 2001 die citiworks AG - Deutsche Stadtwerke Allianz gegründet. Kerngeschäft der citiworks AG ist der Großkundenvertrieb und der Energiehandel. Neben dem Energievertrieb und dem Betrieb von elektrischen Anlagen und Netzen hätte sich der Energiedienstleistungsbereich zu einem immer wichtiger werdenden Geschäftsfeld entwickelt. Auf Grund strategischer Überlegungen beendete der HEAG-Konzern sein Engagement in Gera und veräußerte seine Anteile an der Energieversorgung Gera GmbH und an der Kraftwerke Gera GmbH.

Neuordnung

Eine der wichtigsten Veränderungen in der 90-jährigen Geschichte des Konzerns sei das von den Anteilseignern geplante Zusammengehen der HEAG Versorgungs-AG und der Südhessischen Gas und Wasser AG gewesen, heißt es im Geschäftsbericht. "Mit der Neustrukturierung der Energie- und Versorgungsunternehmen der Stadt Darmstadt wird ein starkes und zukunftsfähiges Unternehmen mit gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit entstehen - zum Wohle der gesamten Region", ist sich Horst Blechschmidt sicher. Vereinbart wurde, dass die Stadt Darmstadt an dem neuen Unternehmen zukünftig einen Anteil von über 50 Prozent halten wird. Die Thüga Beteiligungen AG und die Ruhrgas Energie Beteiligungs-AG werden jeweils einen Anteil von 20 Prozent besitzen. "Das neue Unternehmen mit dem Namen HEAG Südhessische Energie AG wird Synergieeffekte erschließen, die in der bisherigen Form nicht möglich waren. Einer dieser positiven Effekte wird die Zusammenführung der Vertriebsaktivitäten in der entega GmbH sein", erläutert Albert Filbert.

Jahresabschlüsse

Die Hessische Elektrizitäts-AG erzielt ihre wesentlichen Umsatzerlöse aus Verwaltungsleistungen für ihre Tochtergesellschaften. Die Umsatzerlöse beliefen sich in 2001 auf 26,0 Millionen Euro gegenüber 27,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die Hessische Elektrizitäts-AG schüttet eine Dividende von 0,30 Euro pro Aktie aus. Der Hauptumsatz der HEAG Versorgungs-AG wurde in der Netznutzung erwirtschaftet. Hier hat sich der Umsatzerlös von 206,7 Millionen Euro auf 226 Millionen Euro erhöht. Nach Steuern in Höhe von sechs Millionen Euro ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 18 Millionen Euro. Davon werden zwei Millionen Euro in die Gewinnrücklagen eingestellt, und 16 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.

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