Beim Heizen

HEA: Gute Gründe sprechen für Strom

Der Fachverband für Energie-Marketing und -Anwendung (HEA) zeigte sich erfreut über die Veränderungen in der Energieeinsparverordnung. Zudem bliebe Strom zum Heizen eine umweltfreundliche Alternative.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

"Unser Einsatz hat sich gelohnt", bilanzierte Günter Rehberg, Vorsitzender des Fachverbandes für Energie-Marketing und- Anwendung (HEA) beim VDEW die Ende September vom Kabinett getroffene Entscheidung, die Energieeinsparverordnung (EnEV) mit den vom Bundesrat geforderten Veränderungen anzunehmen. Der Bundesrat hatte seine Zustimmung zur Verabschiedung nur unter dem Vorbehalt von Änderungen für spezifische Stromanwendungstechniken in den genannten Bereichen gegeben.

Als erfreulich wertete Rehberg auch, dass damit "wieder ein Wettbewerb zwischen den Energiearten möglich ist, und der Verbraucher entscheiden kann, welche Energie er einsetzen will". Als besonders markantes Beispiel für Umweltentlastung nannte er die Wärmepumpe. Die Anzahl der Anlagen steige seit einigen Jahren stetig. Wurden 2000 etwa 5700 Anlagen installiert, rechne man im laufenden Jahr mit etwa 6500 Neuanlagen. Dieser Aufwärtstrend sei ein erfreuliches Signal für Umwelt und Ressourcen. So könnten mit der Wärmepumpenheizung - je nach örtlicher Gegebenheit - Kohlendioxidminderungen bis zu 55 Prozent erreicht werden.

Ähnlich positive Akzente setzten auch Systeme für Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Ihr vorrangiges Einsatzgebiet seien hochwärmegedämmte Gebäude, in denen sie für einen bedarfsgerechten Luftwechsel sorgten. Dadurch würden bereits im Ansatz Feuchtschäden und - damit einhergehend - die Bildung von Schimmelpilzen, einem der Hauptverursacher von Allergien, Infektionen und Atemwegserkrankungen, z. B. Asthma, verhindert. Darüber hinaus seien auch hier Energieeinsparungen und Kohlendioxidreduzierungen bis zu 55 Prozent erreichbar. Rehberg hält den Einsatz von Strom zum Heizen und Lüften für absolut geboten - sowohl bei Neubauten als auch im Gebäudebestand, in dem Energieeinsparpotenziale verstärkt genutzt werden sollen. Die guten Argumente, die für den Einsatz von Strom zum Heizen und Lüften sprechen, träfen gleichermaßen für die elektrische Warmwasserbereitung zu. Insbesondere die dezentrale Warmwasserbereitung leiste heute bereits einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Kohlendioxidreduzierung. In beinahe jedem zweiten Haushalt in Deutschland (45 Prozent) werde das Wasser derzeit elektrisch erwärmt.

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