Keine Rettung

HAW-Geschäftsführung kündigt Entlassungen an

Das Hamburger Aluminium-Werk (HAW) kann offensichtlich nicht mehr gerettet werden. Zwar hatten die HAW-Gesellschafter mit dem Energieunternehmen Vattenfall Verhandlungen über einen neuen Stromtarif aufgenommen, eine Einigung steht jedoch aus. Jetzt wurden ersten Entlassungen angekündigt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Der Versuch zur Rettung des Hamburger Aluminium-Werkes (HAW) ist offenbar gescheitert. Die Geschäftsführung habe für kommenden Monat mehr als 300 Entlassungen zum nächstmöglichen Termin angekündigt, sagte Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz Dieck der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). Alle Verträge mit Lieferanten und Dienstleistern seien gekündigt worden.

Er sehe für die Zukunft des Werkes "keine großen Chancen mehr", sagte Dieck der Nachrichtenagentur ddp. Die Gießerei mit ihren 130 Beschäftigten solle noch im Juli in eine neue GmbH umgewandelt und selbstständig werden. Nach Diecks Angaben sind dort weitere Entlassungen zu befürchten, weil die Geschäftsführung lediglich für 70 Mitarbeiter eine Beschäftigungsgarantie geben wolle.

Unterdessen verhandeln Geschäftsführung und Betriebsrat weiter über einen Sozialplan, für den die HAW-Gesellschafter Norsk Hydro (Norwegen), Alcoa (USA) und Amag (Österreich) 36 Millionen Euro zur Verfügung gestellt haben, berichtete die "Bild"-Zeitung weiter. Die Betreiber hatten die Schließung der Alu-Hütte mit steigenden Strompreisen in Deutschland begründet.

Unter Vermittlung des Hamburger Senats hatten die HAW-Gesellschafter mit dem Energieunternehmen Vattenfall/HEW Verhandlungen über einen neuen Stromtarif aufgenommen. Dieck betonte auf Anfrage, er habe allerdings wenig Hoffnung, dass es noch zu einer Einigung kommt.

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