Hauptversammlung der Bewag: Guter Start ins neue Geschäftsjahr

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
"Wir können von einem vielversprechenden Start ins neue Geschäftsjahr sprechen", bilanzierte Dr. Dietmar Winje, Vorstandsvorsitzender der Bewag AG, auf der diesjährigen Aktionärshauptversammlung heute in Berlin. Die erheblichen Belastungen aus den wettbewerbsbedingten Strompreissenkungen konnten durch den guten wirtschaftlichen Verlauf der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2000/01 kompensiert werden.


Vor allem die Ausweitung des Stromhandels sei dafür zuständig gewesen. Der erfolgreiche Auftritt der Bewag-Händler führte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu einer über vierzigprozentigen Steigerung des Stromabsatzes. Außerdem stieg der Wärmeabsatz witterungsbedingt um über 50 Prozent, was zu einer Steigerung der Umsatzerlöse im Wärmegeschäft um etwa 20 Millionen Mark führte. Darüber hinaus zeigten die Kostensenkungsprogramme der vorausgehenden Jahre eine deutliche Wirkung: Vor allem durch Einsparungen im Personalbereich ging der gesamte operative Aufwand des ersten Quartals um über 20 Millionen Mark zurück. Schließlich konnte die Bewag mit Einnahmen in einer Höhe von etwa 55 Millionen Mark aus dem Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Gesetz) die zusätzlichen Belastungen aus dem Gesetz zum Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) von etwa 13 Millionen Mark mehr als ausgleichen. Insgesamt hat dies zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses um 7 Millionen Mark auf 114 Millionen Mark geführt. Da die Aufwendungen für den Vorruhestand und für Abfindungszahlungen im ersten Quartal 2000/01 aber erheblich geringer waren als im Vorjahr, hat sich das Ergebnis vor Steuern um 66 Millionen Mark deutlich verbessert.


In seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 1999/2000 wies Winje auf das schon jetzt deutlich gestiegene Wachstum beim Stromabsatz hin. So habe der Stromhandel des Unternehmens im vergangenen Geschäftsjahr mit über 4500 Gigawattstunden mehr als 30 Prozent des gesamten Stromabsatzes der Bewag beschafft und 1200 Gigawattstunden auf dem europäischen Markt verkauft. Die am 6. November 2000 erfolgte Inbetriebnahme der 380-Kilovolt-Diagonalverbindung zum westeuropäischen Transportnetz und die daraus resultierende Beendigung der bisherigen Netzrestriktionen ermöglichten zudem eine umfangreichere Durchleitung von Strom als bisher und damit eine effizientere Steuerung der Bewag-Kraftwerke. Aufgrund eines um fünf auf 251 Millionen Mark leicht erhöhten Bilanzgewinns und der erreichten stabilen Marktposition der Bewag schlug Winje den Aktionären die Ausschüttung einer Dividende von 1,12 Mark pro Aktie vor.

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