Klimaschutz

Hannover in der Hitzewelle: Solaranlagen auf Hochtouren

Sonnennutzer können in der Regel von Mai bis September die konventionelle Heizungsanlage komplett abstellen. Die Solaranlage sorgt dann allein fürs warme Nass, verringert hierdurch den Kohlendioxid-Ausstoß und trägt somit zum Klimaschutz bei. Auch in der übrigen Jahreszeit liefern die Solarkollektoren einen Beitrag zur Warmwassererzeugung im Haus.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwitzen wie in den Tropen - vielen macht das ungewöhnlich heiße Sommerwetter zu schaffen. Ganz anders sieht dies bei den mittlerweile über 1000 Solaranlagen auf den Dächern von Hannover und seinem Umland aus, die jetzt beste Leistungen erzielen. Für die verstärkte Nutzung der Solarenergie hat sich der enercity-Fonds proKlima in den vergangenen fünf Jahren besonders eingesetzt: Weit über 500 Solaranlagen - der Großteil hiervon zur Warmwasserbereitung - hat proKlima in dieser Zeit gefördert.

Die Bandbreite der unterstützten Vorhaben ist groß: Die Gäste im Hotel am Funkturm duschen ebenso mit sonnenerwärmtem Wasser wie die Besucher des aquaLaatzium. Der Friseurbetrieb Schartenberg in Hannover-Stöcken nutzt die natürliche Energiequelle, um warmes Wasser für die Haarpflege seiner Kunden zu gewinnen. Aber auch hunderte Privathaushalte hat proKlima beim Einstieg in die Solarwärmenutzung unterstützt. "Wer eine solarthermische Anlage auf dem Dach hat, kann 50 bis 60 Prozent der Brennstoffkosten zur Warmwasserbereitung einsparen", erläutert Dirk Hufnagel, der bei proKlima für die Solarförderprogramme zuständig ist. Denn Sonnennutzer können in der Regel von Mai bis September die konventionelle Heizungsanlage komplett abstellen. Die Solaranlage sorgt dann allein fürs warme Nass, verringert hierdurch den Kohlendioxid-Ausstoß und trägt somit zum Klimaschutz bei. Auch in der übrigen Jahreszeit liefern die Solarkollektoren einen Beitrag zur Warmwassererzeugung im Haus.

proKlima wird von den Städten Hannover, Laatzen, Langenhagen, Seelze, Ronnenberg und Hemmingen sowie der Stadtwerke Hannover AG finanziert. Der vor fünf Jahren gegründete Klimaschutz-Fonds bewilligte von Juni 1998 bis Juni 2003 Fördermittel in Höhe von knapp 21,2 Millionen Euro.

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