China

Handyhersteller widerspricht Spionage-Vorwürfen

Der chinesische Handyhersteller Huawei hat Vorwürfen widersprochen, denen zufolge das Unternehmen mit dem chinesischen Geheimdienst verbandelt sei. Der US-Kongress hatte vor den Produkten von Huawei gewarnt.

Huawei© Huawei Technologies Co., Ltd

Berlin (dpa/red) - "Ich kann nicht nachvollziehen, wie es zu dieser Behauptung kommt", sagte Guo Ping, einer der drei Vorstandschefs des Konzerns, der "Welt am Sonntag". Er habe den Bericht des Kongresses gelesen, allerdings habe er darin keine wirklich konkreten Vorhaltungen entdecken können. "Wenn uns echte Probleme aufgezeigt werden, sind wir natürlich bereit, bei der Hard- und Software entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um genau diese Zweifel auszuräumen."

Bei Smartphones die Nummer Drei

Huawei ist inzwischen zum drittgrößten Smartphone-Hersteller der Welt nach Samsung und Apple aufgestiegen. Bei der Netzausrüstung ist das Unternehmen die Nummer zwei hinter Ericsson.

"Wir machen kein Preisdumping"

Huawei will vorerst darauf verzichten, gewichtigere Konkurrenten zu übernehmen. "Wir haben uns größere Übernahmen noch nicht vorgenommen, weil wir meinen, dass unsere Integrationsfähigkeiten dafür noch nicht ausreichen", sagte Guo. Er widersprach der Darstellung der Europäischen Kommission, dass Huawei sich mit Niedrigpreisen Marktanteile erkaufe. "Wir machen kein Preisdumping", sagte der Manager der Zeitung. "Wir sind ein innovatives Unternehmen mit tausenden Patenten und haben im letzten Jahr allein 4,8 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben."

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