Zweitmarken
Immer mehr Kunden beim Mobilfunkdiscounter
Die Anzahl der Handykunden, die sich für einen Mobilfunkdiscounter entscheiden, wächst. Etwa ein Fünftel (21,9 Prozent) war 2010 Kunde bei der Zweitmarke eines Netzbetreibers.
Bonn (red) - Damit hat sich der Kundenanteil bei den günstigen Angeboten "ohne Schnickschnack" im Vergleich zum Jahr 2009 (17,9 Prozent) um ein Fünftel erhöht, wie die Bundesnetzagentur bekanntgibt.
Der Wettbewerb als treibende Kraft
"Obwohl es keine regulatorische Verpflichtung der Netzbetreiber gibt, derartige Geschäftsmodelle zu fördern, hat der Wettbewerb diesen inzwischen zum Durchbruch verholfen", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.
Der Anteil der Erstmarken der Netzbetreiber sank im selben Zeitraum von 59,8 Prozent (2009) auf 57,5 Prozent (2010). Auch die unabhängigen Service-Provider verloren Kundenanteile (2009: 22,2 Prozent; 2010: 20,6 Prozent). Die Gesamtteilnehmerzahl im Mobilfunk stieg um etwa eine Million auf rund 109 Millionen.
Zweitmarken sind oft die günstigsten
"Den Kunden kann diese Entwicklung nur recht sein, denn die No-Frills-Anbieter sind oft die günstigsten. Zudem bestimmen sie mit ihrer Nachfragemacht und ihren oft in anderen Märkten erlangten Markennamen die Dynamik der Entwicklung", sagte Kurth.
Zu den Zweitmarken der Netzbetreiber zählen unter anderem Tochterunternehmen, die auch Mobilfunk anbieten. Auch Service-Provider, an deren Gesellschaft ein Netzbetreiber zumindest einen Mehrheitsanteil hält, sowie Marken, die über Kanäle wie Lebensmitteldiscounter vertrieben, deren Verträge üblicherweise aber direkt mit den Netzbetreibern geschlossen werden, zählen zu den Zweitmarken.
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