Symbolkraft

"Handelsblatt": Großkraftwerk bei Köln steht zum Verkauf

Obwohl es noch nicht gebaut ist, wechselt das in Hürth bei Köln geplante erste unabhängige Großkraftwerk Deutschlands vermutlich seinen Besitzer. Der norwegische Energiekonzern Statkraft will das Projekt offensichtlich von der amerikanischen Intergen-Gruppe übernehmen. Das Projekt hat Symbolcharakter.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Das in Hürth bei Köln geplante erste unabhängige Großkraftwerk Deutschlands wechselt vermutlich noch vor dem Bau seinen Besitzer. Laut einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblatts" (Montagausgabe) will der norwegische Energiekonzern Statkraft das Projekt von der amerikanischen Intergen-Gruppe übernehmen. Die Shell-Tochter wolle aus dem Projekt aussteigen und verhandele derzeit mit den Skandinaviern, hieß es aus Kreisen der beteiligten Unternehmen.

Zu einem möglichen Verkauf wollte sich keines der beiden Unternehmen äußern. Bis 2007 soll in einem Industriepark in Hürth eine Gas- und Dampfturbinenanlage mit einer Leistung von 800 Megawatt entstehen, die rund eine Million Kunden mit Strom versorgen könnte. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 500 Millionen Euro.

Dem Projekt wird hohe Symbolkraft für die weitere Entwicklung des Energiemarktes beigemessen, weil es das erste Großkraftwerk ist, das ein Newcomer auf dem deutschen Strommarkt errichten will. Bislang dominieren die Branchenriesen E.ON, RWE, Energie Baden- Württemberg (EnBW) und Vattenfall Europe die Stromerzeugung.

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