atomstromfreies Internet.de

Hamburger Provider bezieht Strom von Greenpeace energy

Gemeinsam mit dem Hamburger Provider NMMN will Greenpeace energy das Internet zu einer atomstromfreien Zone machen. Denn - sollten die Prognosen von Experten eintreten - wird das Internet in Deutschland im Jahr 2010 etwa 30 Milliarden Kilowattstunden Strom brauchen. Dazu haben beide Unternehmen jetzt ein Internetportal gestartet.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Ab sofort versorgt der Hamburger Provider NMMN Internet Services GmbH seine Server mit ökologisch erzeugten Strom von Greenpeace energy. Damit wollen beide Unternehmen dafür eintreten, das Internet "atomstromfrei" zu machen. Denn wie das Wuppertal-Institut Klima, Umwelt, Energie errechnet hat, wird das Internet 2010 etwa 30 Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen.

Sollten die Prognosen zum Stromverbrauch eintreten, so würde das Web allein in Deutschland in 2010 eine Strommenge fressen, die der Jahresproduktion von drei großen Atomkraftwerken entspräche", fasst Robert Werner, Vorstand des Hamburger Stromversorgers Greenpeace energy zusammen. Mit dem Portal "atomstromfreies-internet.de" wollen Greenpeace energy und der Provider NMMN dazu beitragen, das Internet auf eine saubere Stromversorgung umzustellen. Die Strom-Zusammensetzung für die Server kommt zu etwa 70 Prozent aus regenerativen Energiequellen und zu etwa 30 Prozent aus gasbetriebenen Kraftwärme-Kopplungsanlagen. Ab Anfang Februar wird das Angebot um ein kostenloses E-Mail-Postfach erweitert.

Kunden von Providern, die mit Greenpeace energy-Strom hosten, können sich das Label "Atomstromfreie Website" auf die Homepage setzen und damit ihre umweltfreundlich gehostete Internetseite dokumentieren.

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